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03.14
13:11

IGC schätzt Sojaernte 2013/14 niedriger ein

Kürzungen in Südamerika und China

Um rd. 4 Mio. t hat der IGC seine Febr-14-Schätzung  auf 284 Mio. t zurückgenommen. Dennoch bleibt das Ergebnis weit über dem Vorjahr mit 271 Mio. t.

Die Kürzungen sind vor allem zurückzuführen auf die südamerikanischen Länder Argentinien mit 53,5 Mio. t (Vorjahr 49 Mio. t) und Brasilien mit 88 Mio. t (Vorjahr 81,5 Mio. t). In Argentinien hat die Trockenperiode im Jan 2014 mehr Schaden hinterlassen als erwartet. In Brasilien verursachen aktuell zu hohe Niederschläge in einigen Regionen  Ernteschäden und erhöhen den Befall mit ertragsmindernden Rostpilzen. Außerdem ist eine der beiden großen Landstraßen durch Überflutungen geschädigt, so dass der Abtransport der Bohnen zu den Häfen behindert ist.

Chinas Soja-Importbedarf wurde um 1 Mio. t zurückgenommen und wird jetzt auf 68,5 Mio. t (Vorjahr 59,5 Mio. t) geschätzt. Hintergrund könnte die nachlassende Nachfrage nach Sojaschrot sein, weil die chinesischen Geflügelbestände aufgrund des Geflügelvirus systematisch zurückgefahren werden. Treibende Kraft ist dabei der stark rückläufige Verbrauch von Geflügelfleisch aus Angst vor Übertragbarkeit auf den Menschen, wenn keine ausreichende Erhitzung stattgefunden hat.

Die weltweite Versorgungslage 2013/14 bleibt auf günstigem Niveau. Die Endbestände steigen von 26 Mio. t auf 27 Mio. t. Mit 9,5 % Endbestand zum Verbrauch wird ein guter Durchschnittswert erreicht.

Für die weitere Beurteilung des Sojamarktes ist die zu erwartende Anbauflächenausdehnung in den USA für die Herbsternte 2014 ins Spiel zu bringen. Für das gesamte Kalenderjahr ist damit mit einem hohen Angebot an Sojabohnen zu rechnen, vorausgesetzt, die politischen, wirtschaftlichen und Wetterverhältnisse spielen mit.

Die Sojapreise haben trotz dieser Erwartungen noch nicht nachgegeben, weil sich die aktuell verfügbare Ware weiterhin in einem Versorgungsengpass befindet.  In Nordamerika ist die die alte Ernte so gut wie ausverkauft, trotzdem wird von den Chinesen auf die Einhaltung der Lieferverpflichtungen bestanden. In Brasilien kommt die Ernte aufgrund der erheblichen Regenfälle nicht zügig genug voran. Die Transportbehinderungen durch aufgeweichte Straßen bleiben ein Dauerproblem. Zurzeit ist Karneval. Was noch fehlt, ist der übliche Hafenarbeiterstreik.

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