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08.15
10:21

Niedrige Rohöl- und Palmölkurse geben den Ton an

Pflanzliche Öle unter starken Preisdruck: steigende Erzeugung und niedrige  Rohölpreise – Rückwirkungen auf unterversorgten Rapsmarkt

Die Kurse für den Marktführer bei den pflanzlichen Ölen  Palmöl sind innerhalb eines Monats von über 600 $ je t auf knapp über 500 $ je t gefallen. Der drastische Preisabsturz hat seine Ursachen in einer steigenden Erzeugung, zunehmenden Bestandsaufbau und der scharfen Konkurrenz durch die niedrigen Rohölkurse. Diese Entwicklung wirkt sich aufgrund der breiten Austauschbarkeit zwischen den pflanzlichen Ölen auch auf andere Ölsaaten aus.

Die Palmölerzeugung befindet sich in der jahreszeitlich üblichen Aufschwungperiode, die ihren Höhepunkt im Okt. 2015 erreichen wird. Bei einem gedrosselten Absatz steigen die Vorratsbestände wieder erheblich über das Niveau einer laufenden Erzeugung. Das drohende El Niño Wetterphänomen hat sich noch nicht negativ bemerkbar gemacht. Experten kalkulieren auf der Grundlage der jüngsten Messdaten mit den ersten Trockenphasen im Monat November. Die diesjährige Intensität soll höher ausfallen und bis in das Frühjahr 2016 hineinreichen. Aber die Unsicherheit über das tatsächliche Geschehen bleibt erfahrungsgemäß groß.

Die gesamte Palmölerzeugung auf Weltebene soll nach der jüngsten USDA-Schätzung um weitere 5,5 % zunehmen. Hohe Zuwachsraten werden in den beiden weltgrößten Produktionsgebieten Indonesien und Malaysia mit einem Marktanteil von über 85 % erreicht. Beide Regionen sind auf Exporte angewiesen. Indonesien führt  rd. 65 % seiner Produktion und Malaysia sogar 85 % aus. Der Eigenverbrauch in beiden Ländern dient sowohl dem menschlichen Verbrauch, zunehmend jedoch der Herstellung von Biodiesel.

Palmöl wird in eine Vielzahl von Ländern geliefert. Die Schwerpunktimporte gehen nach Indien mit jährlich steigenden Mengen (2015: rd. 10 Mio. t), mit stagnierenden Lieferungen nach China (2015: 5,7 Mio. t) und in steigendem Umfange in die EU-28 mit knapp 7 Mio. t. Die andere Hälfte der Einfuhren verteilt sich auf viele kleine Importstaaten.

Die weitere Preisentwicklung wird in hohem Maße von den Rohölpreisen abhängen. Starke Einflüsse gehen auch vom zweiten Marktführer Soja aus. Dabei setzt die Einschätzung der kommenden US-Sojaernte  einen besonderen Akzent.

Der ölwertbetonte Raps wird von den Kursentwicklungen der beiden Marktführer Soja und Palmöl in Schach gehalten. Die global knappe Rapsversorgung reicht gerade dazu aus, die Rapsnotierungen immer am oberen Konkurrenzlimit zu jonglieren.

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