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06.15
11:00

Rapspreise sind gestiegen

Raps in Kanada : seit April keinen Regen und jetzt noch Fröste

 In Kanada, dem weltgrößten Exporteur von Raps mit einem Handelsanteil von über 40 %, beeinträchtigen Trockenheit und Spätfröste die Wachstumsentwicklung von Canola, eine typische genmodifizierte Sommerrapsart. Winterraps spielt in Kanada keine Rolle.

Betroffen sind vor allem die 3 Provinzen Alberta, Saskatchewan und Manitoba. Während die schwachen Niederschläge schon einen Monat zu beobachten sind, sind erst in den letzten Wochen Spätfröste aufgetreten. 

Im schwer getroffenen Saskatchewan beträgt der Anteil der Saaten in der Kategorie "good to excellent" gerade noch 44 % im Vergleich zu den Vorjahren mit 87 % bzw 79 % . Einige Farmer haben nach der Schadensfeststellung bereits wieder eine Neuansaat vorgenommen, die erfahrungsgemäß aufgrund verkürzter Vegetationsdauer  weniger hohe Ertragsleistungen erwarten lassen. Das ganze Ausmaß der Erntebeeinträchtigung ist zurzeit noch nicht abzuschätzen.

Die globale Rapsernte wird eit Monaten bereits deutlich niedriger eingestuft als im Vorjahr. Wesentlicher Grund sind die geringeren Ernten im größten Anbaugebiet der EU-28. Die EU ist Rapsimporteur mit 2,5 bis 3 Mio. t. Eine weitere Reduzierung in der  zweitgrößten Erzeugungsregion Kanada dürfte zu einer spürbar schärferen Verknappung  dieser speziellen Ölsaat führen. Noch enger wirde wird es beim internationalen Handel werden.

Pflanzliche Öle sind zu einem beachtlichen Teil untereinander austauschbar, so dass die hohen Sojaernten und eine gut durchschnittliche Palmölerzeugung den 15 %-igen  Rapsanteil durchaus ausgleichen können. Dennoch wird für spezielle Verwendungszwecke Rapsöl fehlen. China und Indien als Haupteinfuhrländer werden sich anderweitig umschauen müssen.

Die Rapskurse an der Winnipeger  Börse sind innerhalb von 2 Wochen um knapp 12 % gestiegen. Die Rapsnotierung an der Pariser Börse ist prompt nachgezogen, hat sich aber nach einem Höhenflug über 375 € je t wieder gefangen.  Die Rapspreise entlang des Mittellandkanals haben diese Aufwärtsentwicklung mitgemacht, obwohl hier noch alterntige Ware gehandelt wird.

Inwieweit sich angesichts des Konkurrenzdruckes von der Soja- und Palmölseite das gestiegene Rapspreisniveau halten lässt, ist fraglich. Jedenfalls werden die Rapspreise im Rahmen der Wettbewerbsspanne eine festere Tendenz entwickeln und sich an der oberen Spanne  bewegen.

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