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07.13
13:25

Trotz knapper EU-Rapsversorgung bleiben Preise schwach

 EU-Kommission-Schätzung (Juli-Ausgabe): Raps-Versorgungsbilanz 2013/14

In ihrer jüngsten Veröffentlichung schätzt die EU-Kommission die EU –Rapsernte 2013/14 auf 19,9 Mio.  t geringfügig höher als in den vorhergehenden Prognosen.

Mit der neuen Ernteschätzung verbindet sich automatisch die Erhöhung von Importen. Die Versorgungslage verändert sich nur geringfügig gegenüber den vorhergehenden Jahren.

Deutschland bleibt vor Frankreich größter Produzent. Polen und Großbritannien wechseln auf dem 3. Platz. Gegenüber dem 5-Jahresdurchschnitt haben Frankreich Finnland und Rumänien mit über 10 % den witterungsbedingt größten Erzeugungseinbruch hinnehmen müssen. Aber auch Großbritannien, Deutschland und einige süodteuropäische Länder liegen unterhalb ihres mehrjährigen Produktionspotenzials. Mit plus 10 % liegen Spanien, die Niederlande , Italien und Griechland sowie Schweden über dem mehrjährigen Durchschnitt.

Mit der neuen Schätzung wird die rückläufige Entwicklung von Produktion und Verbrauch von Raps in der EU fortgesetzt. Wesentliche Ursache ist die rückläufige Verwendung von Biodiesel und Preiskonkurrenz zum billigen Palmöl. Selbst die in jüngerer Zeit erhobenen Importzölle haben an dieser grundlegenden Entwicklung wenig ändern können.

Die Rapspreise haben in den letzten Wochen eine rasante Talfahrt hingelegt. Grundlegende Ursache sind die laufend zurückgegangenen Notierungen für pflanzliche Öle, ursprünglich ausgelöst vom Palmöl, aber in zunehmenden Maße mitgezogen vom Soja- und Rapsöl. Fallende Sojaschrotkurse in allerjüngster Zeit haben das Nebenprodukt Rapsschrot mit in den Keller gerissen.

Für das kommende Jahr 2013/14 wird für den gesamten Ölsaatenmarkt eine reichliche Versorgungslage prognostiziert. Das gilt insbesondere für pflanzliche Öle, während für den Schrotmarkt auf der Verbrauchsseite noch Nachholbedarf besteht.

Da die Wertigkeit des Raps zu mehr als Dreiviertel vom pflanzlichen Öl abhängig, bestehen für die gefallenen Rapskurse wenig Chancen auf Erholung.

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