22.
02.15
09:09

USDA Outlook Forum - hohe Sojaernten 2015 - nachgebende Preise

Zweitbeste US-Sojaernte  2015/16 - Rekordernten in Südamerika

Regelmäßig gegen Ende Febr. eines jeden Jahres lädt das amerikanische Landwirtschafts-ministerium (USDA) zu einem mehrtägigen Treffen führender Landwirtschaftsexperten ein, die sich mit zahlreichen Vorträgen zu verschiedenen Themen der zukünftigen Entwicklung der Agrarwirtschaft in den USA und weltweit auseinandersetzen.

Der Vortrag zum Sojamarkt wurde stark von der zukünftigen US-Sojaanbaufläche und Erntemenge geprägt. Entgegen vielfältigen Erwartungen einer Ausdehnung der Sojafläche aufgrund des günstigen Preisverhältnisses zur Konkurrenzfrucht Mais geht das USDA von einer geringfügig verringerten Fläche (-0,25 %) aus. Das Ertragsniveau wird um -3,8 % gegenüber dem Rekordjahr 2014/15 geschätzt. Die US-Erntemenge soll 104 Mio. t (Vorjahr 108 Mio. t, Vorvorjahr 91,5 Mio. t) betragen.

Hohe Anfangsbestände aus dem noch laufenden Jahr und eine zweitbeste Ernte im kom-menden Herbst werden trotz Verbrauchs- und Exportsteigerung zu weit überdurchschnitt- lichen Endbeständen in den USA führen. Das Verhältnis von Endbestand zum Verbrauch lag noch im Jahre 2013/14 bei extrem niedrigen 2,6 % und soll auf eine Höchstmarke von 11,4 % Ende 2015/16 steigen.  Für den Durchschnitt des Jahres schätzt das USDA einen Sojabohnenpreis für US-Farmer, der um knapp -12 % unter den Durchschnittswerten des noch laufenden Wirtschaftsjahres liegt. Damit liegt das Verhältnis von Soja- zu Maispreis immer noch bei 2,6 zu 1 und würde nach altbewährter Marktregel den Sojaanbau verstärken.              

US-Farmer entscheiden weniger nach prognostizierten unsicheren Preisen, sondern nach den aktuell erzielbaren Kursen. Das aktuelle Kursverhältnis liegt bei 2,5 zu 1. Kritisch ist die Marke von 2,2 zu 1.

Die südamerikanische Sojaernte im Frühjahr 2015 aus Argentinien und Brasilien wird auf die Rekordmarke von 150 Mio. t geschätzt. Dazu kommen noch Uruguay mit 4 Mio. t und Paraguay mit 8 Mio. t.

Auf der Nachfrageseite wird mit moderaten Importeinkäufen („nur“ + 4 Mio. t statt +10 Mio. t im Vorjahr) der Chinesen gerechnet.

Für den Sojaschrotmarkt werden geringere Preise vorhergesagt. Höhere Konkurrenz-angebote erwartet man aus Argentinien, dem weltgrößten Lieferanten von Sojaschrot. Die bisherige argentinische Verkaufszurückhaltung soll nach Einschätzung des USDA bei fallenden Kursen und überdurchschnittlichen Ernteergebnissen weniger restriktiv ausfallen.

Allerdings dürfte der angenommene Preisrückgang zu einer gewissen Nachfragesteigerung in allen Verbrauchsgebieten führen. Auch steigende Viehbestände werden einen Mehrbetrag fordern.

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