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03.14
08:24

USDA-Soja-Schätzung März -14 - US-Versorgungslage eng - globale Versorgung gut - Sojakurse geben nach

USDA-10. März 2014 – komplizierte US-Versorgungslage bei Soja – Südamerikas Sojaernte wird kleiner eingeschätzt.

Die zum wiederholten Male geschätzte und korrigierte US-Sojabilanz 2013/14 wurde neu zurecht gerückt. Allerdings wurden die Erwartungen des Handels enttäuscht. Bei gleichbleibender Ernteschätzung wurde der Verbrauch etwas zurückgenommen, die Exporte erhöht und die voraussichtlichen Endbestände auf die Minimalposition von 3,9 Mio. t gedrückt. Damit befindet man an der Grenze dessen, was überhaupt technisch möglich ist. Für den unmittelbaren Sofortbedarf in der sog. Pipeline von Lager bis zum Endverbraucher lassen sich ähnliche Größenordnungen abstecken.

Die knapp verfügbare Ware müsste eigentlich zu stabilen bis steigenden Kursen beitragen, Die Notierungen geben aber eher nach.  Die Gründe sind vielfältig. Kurzfristig sind es die Chinesen, die aufgrund ihrer angesammelten Vorratsbestände im eigenen Lande weniger Importe benötigen. Die in den chinesischen Häfen ankommenden Schiffe haben Probleme mit der Entladung. Chinesische Händler gehen zunehmend dazu über, billigere Sojabohnen aus Brasilien aufzukaufen und die Frachter in die US-Häfen im Golf von Mexiko umzulenken. Das drückt auf die US Notierungen. Darüber hinaus werden einige Kaufoptionen sowohl in den USA wie auch Brasilien storniert, so dass eine entspannte Versorgungssituation eingetreten ist.

Die globale Versorgungslage auf dem Sojamarkt wurde im USDA-Bericht März 2014 um 1,5 Mio. t  gekürzt. Deutliche Abstriche wurden bei der brasilianischen Ernte von 90 auf 88,5 Mio. t gemacht. Im gleichen Umfange wurden die Endbestände reduziert. Dennoch bleibt die Beurteilung einer überdurchschnittlich günstigen  Marktversorgung mit einem  26%-igen Endbestand zum Verbrauch bestehen.

Diese optimistische Einschätzung  wird untermauert durch die zu erwartende Erweiterung der US-Sojaflächen für eine entsprechend hohe  US-Ernte im Herbst 2014. Das günstige Verhältnis Soja zu Mais wird dazu beitragen , dass ein beachtlicher Teil der verfügbaren Fläche vom Mais auf die Sojabohne umgewidmet wird.

Nicht nur die vorderen Kurse im Sojakomplex geben nach, sondern in den späteren Monaten zum Sommer/Herbst 2014  sind erhebliche Rücksetzungen zu beobachten, die die Größenordnung um die 6 €/dt Sojaschrot ausmachen. Bei aller gebotenen Skepsis aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres dürften in diesem Jahr die Preisminderungen auch in Europa  ankommen.  

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