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06.13
10:36

Vorerst noch Engpass in der Sojaschrotversorgung; hohe US-Sojaernte erwartet

USDA-Ölsaatenbericht vom Fr, 28.06.2013

Noch niedrigere Sojabestände für den vorderen Bedarf – Anbauflächen für Soja erhöht.

Der Bestands- und Anbaubericht des USDA hat für Überraschung gesorgt. Die Sojabestände aus alter Ernte wurden nochmals zurückgesetzt und die Aussaatfläche nochmals aufgestockt, obwohl das Zeitfenster für eine termingerechte Saat sich dem Ende zuneigt.

Die Erfassung der Sojabestände zum 1. Juni 2013 ergab rd. 35 % geringere Vorräte im Vergleich zum Vorjahrestermin, weniger als bisher angenommen wurde.

Auf den Farmen selbst wurde nur 4 % weniger an Vorräten festgestellt. In den nachgelagerten Vermarktungsstufen lagen die Mengen um 46 % bedeutend niedriger.

Die Börsenkurse reagierten prompt mit steigenden Tendenzen für alterntige Ware  in allen vorderen Terminen. Die ohnehin schon hohen Sojaschrotkurse zogen nochmals an und nähern sich der 500 $ Marke je short ton. Sojaöl blieb unter dem Eindruck schwacher Palmölkurse und gedämpfter Rohölpreise weitgehend unbeeindruckt.

Der zeitgleich erscheinende Sojaanbaubericht 2013/14 war von der Richtung her nicht ganz unerwartet, überraschte aber doch in der Höhe. Angesichts der witterungsbedingten Aussaatschwierigkeiten war allgemein davon ausgegangen, dass  nicht bestellte Maisflächen auf Soja umgestellt würden. Das USDA schätzt eine Sojafläche noch oberhalb der ursprünglich geplanten. Die Begründung soll in der hohen Schlagkraft der Bestelltechnik liegen, die heute in der Lage sei, in kurzer Zeit erhebliche größerer Einheiten zu bewältigen als dass in den früheren Jahren der Fall sei.

Damit erwarten die USA ihre größte Sojaernte mit über 92 Mio. t.  Zum Herbst ist damit ein verstärktes Sojaaufkommen zu erwarten, dass die jetzige Engpass-Situation vergessen läßt. Aber bis dahin muss mit der Knappheit insbesondere im Schrotbereich sparsam umgegangen werden.

Die erwartete hohe Sojaernte lässt die Sojaschrotpreise an der Chicagoer Börse in den späteren Terminen dieses Jahres 2013 von 490 $/sht auf 374 $/sht  im Dez 2013 fallen, ein Rückgang um rd. 24 % gegenüber dem Julitermin. Im Falle der Sojaölkurse ist eine stabile Entwicklung  zu beobachten. Der Grund liegt in den schwachen Palmölpreisen und der erwartet reichlichen Versorgungsentwicklung im weiteren Verlauf des Ölsaatenmarktes.

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