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*ZMP Analysen

COCERAL schätzt EU-Ölsaatenernte 2013/14 höher ein - Deutschland ist Spitzenreiter

Auf rund 31 Mio. t schätzt der europäische Dachverband der Getreide-, Ölsaaten- und Futtermittelhändler (COCERAL) die Ölsaatenernte 2013/14. Mit rd. 20,5 Mio. t nimmt dabei der Raps den größten Anteil ein Die Sonnenblumensaat bringt es aber auch auf beachtliche 9,2 Mio. t, während die wenigen Sojaflächen in den südlichen Teilen Europas es gerade auf 1 Mio. t bringen.

Die Anbaufläche wurde um 0,5 Mio. ha auf 11,5 Mio. ha erweitert, davon beanspruchte die Rapsfläche rd. 6,7 Mio. ha und die Sonnenblumen rd. 4,56 Mio. ha, Soja bleibt unverändert bei knapp  0,4 Mio. ha stehen, davon werden allein in Italien 0,16 Mio. ha angebaut.

Beim Raps dominieren die Länder Deutschland und Frankreich mit wechselnden Anbauflächen um die 1,5 Mio. ha. In diesem Jahr hat Deutschland die Nase vorn mit einer Ernte von 5,8 Mio. t Raps gegenüber Frankreich mit 4,3 Mio. t. Bei fast gleicher Anbaufläche haben die deutschen Erträge mit 40 dt/ha gegenüber den Franzosen mit 30 dt/ha den Ausschlag geliefert. Die französischen und britischen Rapsflächen haben im Herbst 2012 stark unter der hohen Nässe gelitten. Neben Großbritannien mit 2,1 Mio. t spielen noch Polen mit einer beachtlich gestiegenen Ernte von 2,55 Mio. t  und Tschechien mit 1,4 Mio. t eine Rolle in der EU.

Die Rapserzeugungsbilanz der EU-28 fällt schon seit Jahren negativ  aus. Es sind Einfuhren in der Größenordnung zwischen 2,5 und 3 Mio. t erforderlich, um den Inlandsbedarf zu decken. Die Importe gestalten sich aufgrund der streng reglementierten GVO-Zulassungen in der EU schwierig und teuer. Auf Weltebene werden überwiegend gentechnisch veränderte neue Sorten wie z. B. in Kanada angebaut. Es gibt nur noch wenige kleine Länder wie Australien, Ukraine und Weißrussland, die für Importe in Frage kommen.

Trotz der weltweiten Knappheit an Raps sind die Rapskurse erheblich gefallen. Der wesentliche Grund besteht im niedrigen Palmölpreis, der in Konkurrenz zu Rapsöl steht. Auch die gesunkenen Sojaschrotpreise erschweren dem Rapsschrot ein steigendes Preisniveau. Für das Wirtschaftsjahr 2013/14 geht man insgesamt von einer günstigen Versorgungslage bei den Ölsaaten mit knapp durchschnittlichem Preisniveau aus.

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