Die US-Sojabohnen verzeichneten am Donnerstag Gewinne zwischen 3 1/4 und 6 Cent und schlossen somit die Halloween-Sitzung im grünen Bereich ab. Im Gegensatz dazu mussten die Sojamehl-Futures leichte Verluste verkraften, während die Sojaöl-Futures moderate Zuwächse notierten. Das USDA meldete heute Morgen private Exportverkäufe von 150.000 Tonnen Sojabohnenmehl an unbekannte Ziele für das Handelsjahr 2024/25.
Der wöchentliche Exportverkaufsbericht, der ebenfalls heute Morgen veröffentlicht wurde, verzeichnete Verkäufe von 2,273 Millionen Tonnen Sojabohnen in der Woche vom 24. Oktober. Damit lag das Ergebnis im mittleren Bereich der Handelsschätzungen von 1,6 bis 2,8 Millionen Tonnen. China war erneut der größte Käufer mit 715.000 Tonnen, gefolgt von unbekannten Zielen mit 446.900 Tonnen und Mexiko mit 299.300 Tonnen.
Die Verkäufe von Sojabohnenmehl lagen mit 208.366 Tonnen am unteren Ende der Schätzungen von 100.000 bis 400.000 Tonnen, übertrafen jedoch den Wert der Vorwoche. Die Buchungen von Bohnenöl beliefen sich in der Woche vom 24. Oktober auf 10.414 Tonnen, was ebenfalls am unteren Ende der Schätzungen lag und weit unter dem Wert der Vorwoche.
Analysten erwarten für den heutigen Bericht zur Sojaverarbeitung, dass im Monat September 187,4 Millionen Bushels Sojabohnen verwendet wurden.
Die Canola-Futures in Winnipeg verzeichneten kurz vor dem Wochenende ebenfalls Zuwächse, wobei der Januar-Termin um 10,20 Can-$/t auf 650,40 Can-$/t zulegte. Diese Preissteigerungen wurden durch positive Entwicklungen bei konkurrierenden Pflanzenölen und der allgemeinen Erholung der Ölpreise unterstützt. An der Euronext in Paris stieg der Februar-Raps um 1,50 €/t auf 522,25 €/t.
Die Rohölpreise setzten am Donnerstag ihre Erholung fort. Brent stieg um 0,71 US-$/barrel auf 73,26 US-$/barrel, während WTI um 0,93 US-$/barrel auf 69,54 US-$/barrel zulegte. Berichte über einen möglichen Angriff des Iran auf Israel sorgten für Kaufimpulse und schürten Bedenken über eine Eskalation der Spannungen in der Region.
ZMP Live Expertenmeinung
Angesichts der stabilen Nachfrage aus China und steigender Rohölpreise erwarten viele der Marktteilnehmer, dass die Preise für Sojabohnen und verwandte Produkte kurzfristig weiter steigen könnten. Die geopolitischen Unsicherheiten dürften zudem die Volatilität auf den Märkten erhöhen. Darüber hinaus könnten positive Entwicklungen bei den konkurrierenden Pflanzenölen auch die Preise für Canola und Raps weiter in die Höhe treiben. Jedoch könnte die in der kommenden Woche stattfindenden US-Präsidentschaftswahl den Sojapreisen eine neue Richtung weisen.