Das von US-Präsident Trump verabschiedete Zollpaket belastete die Sojamärkte. Der Mai-Kontrakt für Sojabohnen an der CBoT verlor 18,00 US-Cent auf 1.011,50 US-Cent/bushel (336,43 €/t), während Sojaschrot leicht zulegte. Die Befürchtung möglicher chinesischer Gegenzölle sowie schwächere USDA-Exportbuchungen (-9 % zum Vierwochenmittel) dämpften die Marktstimmung. Analysten erwarten, dass Brasilien Marktanteile im Sojaexport gewinnen könnte.
Canola hingegen profitierte stark. Der Mai-Kontrakt an der ICE in Winnipeg stieg um 9,40 Can-$ auf 635,90 Can-$/t. Kanada blieb von den US-Zöllen verschont, sodass zollfreie Exporte in die USA weiterhin möglich sind. Zudem steigert das US-Importverbot für gebrauchte Speiseöle aus China die Nachfrage nach Canola-Öl. Dennoch konnte Raps an der Euronext in Paris nicht profitieren und gab um 7,50 € auf 517,25 €/t nach.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Märkte entwickelten sich unterschiedlich. Während Canola von den Handelsregelungen profitiert und stärker nachgefragt wird, bleibt der Sojamarkt unter Druck. Die Aussichten für Soja bleiben daher eher bearisch, während Canola kurzfristig bullische Impulse verzeichnen könnte.