Beim Sojahandel in den USA konnten sich bis knapp zum Nachmittag die Bullen durchsetzen, jedoch konnten sie im weiteren Verlauf den Aufschwung bis zum Handelsschluss nicht bis zum Handelsende halten. Der Exportbericht des USDA verzeichnete insgesamt 1,44 Mio. Tonnen verkaufte Sojabohnen in der Woche vom 26.09.24, was ein 3-Wochen-Tief war, aber immer noch 78,5 % mehr als in der gleichen Woche des Vorjahres. Das lag am oberen Ende der Schätzungen des Handels von 1 bis 1,6 Mio. Tonnen an Buchungen für 2024/25. China war der Hauptkäufer mit 725.700 Tonnen, gefolgt von Bangladesch mit 166.000 Tonnen. Die Verkäufe von Sojaschrot wurden mit 40.720 Tonnen für die Verkäufe 2023/24 und 228.563 Tonnen für 2024/25 verzeichnet.
Die Rapskurse an der Euronext konnten die Gewinne zu Beginn der Woche nicht aufrechterhalten und sind wieder gefallen. Auch die neuen Zahlen der EU-Kommission konnten den Preisrückgang nicht stoppen. Die Kommission schätzt die EU-Rapsernte auf 17,2 Millionen Tonnen, was 13 % weniger als im Vorjahr ist. Die Sojabohnenproduktion in Europa könnte 2024 mit 12,5 Mio. t einen Rekordwert erreichen, was einem Anstieg von 3,7 % gegenüber 2023 entspricht. Dies ist hauptsächlich auf eine um 13,4 % größere Anbaufläche zurückzuführen. In der EU-27 wird trotz einer Flächenerweiterung von 8 % nur ein geringfügiger Anstieg von 0,3 % prognostiziert. In der Ukraine wird eine Rekordproduktion von über 5,0 Mio. t erwartet, was 35 % über dem 5-Jahres-Durchschnitt liegt. Die Sojaerträge litten im Sommer 2024 unter Hitze und Trockenheit, besonders im Balkan. Mitte September wurden nicht genveränderte Sojabohnen in der EU zu 450 bis 460 €/t gehandelt.
ZMP Live Expertenmeinung
Erntedruck und die Wetterprognosen stehen aktuell, wie auch beim Getreide, besonders im Fokus. Bullische Impulse kommen vor allem von der weiter anhaltenden Nachfrage, jedoch könnten mit einer guten Ernte und dem raschen Fortschritt der Arbeiten wieder die Bären durchsetzen. Entsprechend bleibt der Markt volatil.