Die Futures an der CBoT zeigten sich auch mit dem Hintergrund möglicher Zölle weiterhin volatil. Nachdem die Wochenmitte von Verlusten geprägt war, konnten die Sojafutures beim gestrigen Handel in den vorderen Terminen moderat zulegen. Die Sojaschrot-Futures verzeichneten einen Rückgang von 1,40 bis 2 USD pro Tonne, während die Sojaöl-Futures um 31 Punkte zulegten. Neusten Meldungen zufolge soll die USTR (United States Trade Representative) bestätigt haben, dass eine Überprüfung des Phase-One-Handelsabkommens mit China stattfinden werde und dieses auch durchgesetzt werden soll. Diese Aussage führte zu einer Stabilisierung der Futures, die sich von ihren morgendlichen Tiefstständen am Donnerstag erholten. Laut dem Exportverkaufsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden in der Woche bis zum 30. Januar 387.718 Tonnen Sojabohnen verkauft, was den niedrigsten Wert der letzten vier Wochen darstellt. Dieser Wert lag am unteren Ende der Schätzungen für 2024/25, die zwischen 0,3 und 1,1 Millionen Tonnen schwankten. Im Vergleich zur Vorwoche gingen die Verkäufe um 11,5% zurück, stiegen jedoch um 87,9% im Vergleich zur gleichen Woche des Vorjahres. China war mit 208.700 Tonnen der größte Abnehmer, gefolgt von den Niederlanden, die 125.200 Tonnen kauften. Es gab zudem eine Netto-Reduktion von 262.800 Tonnen für unbekannte Bestimmungsorte, was wahrscheinlich auf einen Wechsel des Zielmarktes hinweist. Die Sojaschrot-Verkäufe erreichten in der Woche bis zum 30. Januar 530.553 Tonnen, was den oberen Bereich der Schätzungen von 200.000 bis 550.000 Tonnen darstellt und den höchsten Wert der Saison. Die Verkäufe von Sojaöl beliefen sich auf 2.188 Tonnen, was im Bereich der Schätzungen für Netto-Stornierungen von 15.000 Tonnen bis zu Verkäufen von 30.000 Tonnen lag. Derweil in Argentinien: Die Buenos Aires Grains Exchange schätzt, dass sich die argentinische 17 % der Sojabohnenernte in einer exzellenten Verfassung befinden, 3 % weniger als letzte Woche. Die normalen Bewertungen gingen um 1 % auf 51 % zurück, während die schlechten Bewertungen um 4 % auf 32 % stiegen.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Preisentwicklung der Sojafutures an der CBoT blieb und bleibt volatil, insbesondere im Kontext möglicher Zölle und handelspolitischer Unsicherheiten. Die angekündigte Überprüfung des Phase-One-Handelsabkommens zwischen den USA und China sorgte für eine kurzfristige Stabilisierung der Märkte. Die globalen Einflüsse, darunter schwächere Erntebewertungen in Argentinien und Unsicherheiten rund um mögliche Zölle in Nordamerika, sorgten weiterhin für Bewegung an den Märkten. Auch die Canola- und Rapsfutures profitierten von den internationalen Vorgaben und konnten Gewinne in den vergangenen Tagen verbuchen. Vor allem beim Canola bleibt jedoch die Frage, wie es weiter geht, wenn die Zölle tatsächlich eingeführt werden und inwieweit sich das am Ende auf den Euronext-Raps auswirkt, bleibt abzuwarten.