13.
12.24
Sojakomplex uneins - Canola beendet vorerst Preisrally

Ölsaaten News, 13.12.2024

Bullish
  • Kontinuierlicher Importbedarf China und EU
  • Anhaltende geopolitsche Konflikte
Bearish
  • Ernterprognose in Brasilien
  • Schwache Vorgaben von den Agrarmärkten
  • US-Exportdaten am untere Ende der Erwartungen

Auch zum Abschluss des vorletzten Handelstages in dieser Woche konnte der Sojakomplex keine einheitliche Richtung finden und führte damit den volatilen Trend der vergangenen Tage weiter fort. Für den Januar-Termin ging es um 0,25 US-Cent nach oben auf 995,75 US-Cent/bushel. Beim Soja jedoch setzten sich die roten Vorzeichen durch und sorgten für moderate Verluste. Fehlende Impulse und schwache Vorgaben der restlichen Agrarmärkte gaben den Bären im gestrigen Handel die Führung. Auch die Exportnachfrage konnte nicht für Unterstützung sorgen und fiel eher enttäuschend aus. Laut dem jüngsten Bericht des USDA haben sich die Buchungen der Ölsaat auf 1,174 Mio. Tonnen summiert und erreichten damit eher das untere Ende der Markterwartungen. Die Verkäufe von Sojaschrot fielen nicht allzu positiv aus und erreichten 176.300 Tonnen. Das USDA verkündete jedoch gestern zudem noch einen neuen Verkauf von 334.000 Tonnen Sojabohnen mit unbekanntem Ziel. Die Lieferung soll nach US-Angaben noch im aktuellen Wirtschaftsjahr stattfinden. In Brasilien rechnen die Experten von CONAB damit, dass die Erträge weiter steigen werden und sich die nächste Sojaernte um 70.000 Tonnen verbessert. Im jüngsten Wasde-Bericht des USDA hingegen wurde die Prognose für Brasilien unverändert bei 169,0 Mio. Tonnen belassen. Auch die Analysten vom Branchenverband Abiove gehen von einer weiterhin positiven Entwicklung der Sojabestände aus und erhöhten ihre Prognose ebenfalls auf 168,7 Mio. Tonnen (plus 1,0 Mio. Tonnen). Derweil wurde die Preisrally des Canolas in Winnipeg unterbrochen. Die führende Januar-Bohne notierte einen Verlust von 3,50 Can-$ auf 618,60 Can-$/t. Nach den deutlichen Preissteigerungen in den vergangenen Tagen kam es kurz vor dem Wochenende vor allem zu Gewinnmitnahmen. An der Börse in Paris zeigte sich der Raps hingegen wieder fester. Für den Februar-Termin ging es um 3,50 Euro/Tonne auf 538,00 Euro je Tonne nach oben.

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Die letzten Handelstage zeigten bei den Ölsaaten weiterhin eine volatile Entwicklung. Fehlende Impulse, schwäche US-Exporte und die Ernteaussichten sorgen jedoch auch bei den Ölsaaten für Druck. Auch in den kommenden Tagen dürfte sich bis zum Jahreswechsel nur wenig an den fundamentalen Daten ändern. Entscheidend für die Preisfindung werden vor allem die Entwicklungen der Sojabestände auf der Südhalbkugel sein. Aus aktueller Sicht sind die Anbaubedingungen sehr gut und auch das Wetter scheint mitzuspielen. Ob dies jedoch auch so bleibt, ist abzuwarten. 

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