14.
02.25
Sojabohnen beendet Talfahrt– Exportverkäufe enttäuschen

Ölsaaten News, 14.02.2025

Bullish
  • Anstieg der Sojaverarbeitung erwartet
  • Unsicherheit Witterungsbedingungen
  • Sorge um Sojabestände in Argentinien
Bearish
  • Schwache US-Exportzahlen
  • Chinesische Inlandsnachfrage schwächer
  • Unsicherheit über mögliche Zölle und deren Auswirkungen

Die Sojabohnen-Futures konnten am Donnerstag leichte Zuwächse verzeichnen und stoppten damit vorerst die Talfahrt. Die meisten Kontrakte stiegen zwischen 1 und 2,25 US-Cents. Während die Sojamehl-Futures ein Minus von 1,40 US-Dollar pro Tonne verzeichneten, konnte Sojaöl im Verlauf der gestrigen Sitzung leicht zulegen. Am kommenden Dienstag wird der neueste Bericht der National Oilseed Processors Association (NOPA) veröffentlicht. Experten gehen davon aus, dass die Sojabohnenverarbeitung für den Januar bei 204,54 Millionen Tonnen liegen wird – ein Anstieg von 10,1 % gegenüber Januar 2024. Die Exportverkäufe der Ölsaat zeigten sich schwächer. Der wöchentliche Exportbericht zeigt, dass die Sojabohnenverkäufe mit 185.502 Tonnen auf den zweitniedrigsten Stand in diesem Jahr gefallen sind. Dies entspricht weniger als der Hälfte des Gesamtwerts der Vorwoche. Während China 222.000 Tonnen erwarb und Ägypten 205.200 Tonnen importierte, wurden bei unbekannten Bestimmungsländern Nettoabnahmen von 356.200 Tonnen registriert. Kumuliert erreicht der Exportzähler damit 43,25 Mio. Tonnen, was wiederum über dem Ergebnis des Vorjahres liegt. Zudem wurden 24.600 Tonnen der neuen Ernte nach Japan verkauft. Bei Sojamehl bewegten sich die Verkäufe mit 336.736 Tonnen in der Mitte der erwarteten Spanne von 200.000 bis 625.000 Tonnen. Die Verkäufe von Sojaöl lagen mit einem Netto-Rückgang von 2.843 Tonnen unter den Schätzungen von 0 bis 35.000 Tonnen. Das brasilianische Landwirtschaftsinstitut CONAB hat die Prognose für die Sojabohnenproduktion des Landes leicht nach unten korrigiert. Statt der vorherigen Erwartung von 166,32 Millionen Tonnen wird nun mit 166,01 Millionen Tonnen gerechnet. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bleibt hingegen bei seiner Schätzung von 169 Millionen Tonnen.

An der Euronext zeigten sich die Rapsfutures von den volatilen Märkten weitestgehend unbeeindruckt und bewegten sich nur marignal. Der Frontmonat legte 0,75 Euro/Tonne auf 522,25 Euro/Tonne zu. 

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ZMP Live Expertenmeinung

Die aktuellen Entwicklungen zeigen eine gemischte Marktlage bei den Ölsaaten. Während es bullische Nachrichten wie einen Anstieg der Sojabohnenverarbeitung und höhere kumulierte Exporte gibt, sorgen die derzeit kurzfristigen schwächeren Exportverkäufe für Unsicherheit und eine gedämpfte Kaufstimmung.  Insgesamt bleiben die Aussichten aufgrund solider Käufe von großen Abnehmern vorsichtig positiv. Zumal derzeit die Bedingungen in Argentinien nicht optimal für die Entwicklung der Bestände ist. Insgesamt dürfte sich an der volatilen Entwicklung nicht viel ändern und eine klare Richtung scheint aktuell ferner dennje. 

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