Der Sojamarkt zeigte sich am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen in den nahe liegenden Futures-Kontrakten. Die Notierungen stiegen dabei um 1 bis 5 ¼ Cent, während der Mai-Kontrakt planmäßig aus dem Handel ausschied. Der nationale Cash-Preis für Sojabohnen lag bei 10,27 ¾ USD je Scheffel. Die Sojamehl-Futures gaben um 1,30 USD pro Tonne nach, während die Sojaöl-Kontrakte eine Aufwärtsbewegung von 52 bis 72 Punkten verzeichneten. Am Donnerstag werden die Export Sales Daten des USDA veröffentlicht. Die aktuellen Prognosen erwarten für das Wirtschaftsjahr 2024/25 Sojabohnen-Exportbuchungen im Bereich von 200.000 bis 500.000 Tonnen für die Woche zum 8. Mai. Die Verkäufe der neuen Ernte werden auf 350.000 bis 500.000 Tonnen geschätzt. Beim Sojamehl liegen die Erwartungen für Verkaufsvolumina zwischen 90.000 und 350.000 Tonnen, bei Sojaöl zwischen 0 und 34.000 Tonnen. Eine Änderung in den politischen Rahmenbedingungen betrifft Indonesien, wo die Exportsteuer auf rohes Palmöl ab dem 17. Mai von bisher 7,5 % auf 10 % angehoben wird. Dies könnte die globale Wettbewerbsposition der Pflanzenöle beeinflussen. Die NOPA-Daten zur Sojabohnenverarbeitung im April werden ebenfalls am Donnerstag erwartet. Die Prognosen sehen eine Vermahlung von rund 184,64 Millionen Scheffel vor. Dies entspricht einem Rückgang von 5,1 % gegenüber dem Vormonat, liegt aber 9 % über dem Wert des Vorjahres. Die Sojaölbestände werden auf etwa 1,412 Milliarden Pfund geschätzt. Die Börse in Rosario hat ihre Ernteschätzung für die argentinische Sojabohnensaison auf 48,5 Millionen Tonnen erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von 3 Millionen Tonnen im Vergleich zu vorherigen Schätzungen und kann Einfluss auf das globale Angebot haben.
Im Rapssegment zeigen sich aktuell rückläufige Notierungen. Der Juli-Canola-Preis an der Intercontinental Exchange (ICE) in Winnipeg sank um 7,80 Kanadische Dollar auf 721,50 CAD pro Tonne. Auch an der Pariser Euronext-Börse gab der August-Raps um 5,50 Euro auf 484,00 Euro pro Tonne nach
ZMP Live Expertenmeinung
Die Ölsaatenmärkte zeigen sich aktuell uneinheitlich. Während Soja leichte Unterstützung durch optimistische Exporterwartungen und eine angehobene Ernteschätzung aus Argentinien erhält, bleibt Raps unter Druck. Belastungsfaktoren wie globale Konkurrenz und Preisabschläge bei Canola drücken auf die Stimmung. Die Marktteilnehmer blicken gespannt auf die anstehenden US-Berichte und globale Angebotsentwicklungen.