Ein Aufwärtstrend setzte sich in der vergangenen Woche bei den Rapsnotierungen an der Internationalen Börse fort. Die Sojabohnen hatten hingegen mit Verlusten zu kämpfen. Die Entwicklung an den europäischen Märkten zeigte eine gemischte Tendenz, wobei vor allem die Aussichten auf die Sojaernte und die globalen Exportprognosen eine entscheidende Rolle spielten. Die Rapsnotierungen an der Intercontinental Exchange (ICE) in Winnipeg verzeichneten einen positiven Trend. Besonders die bullischen Sojadaten des WASDE-Reports und die steigenden Exporte aus Kanada sorgten für grüne Vorzeichen. Raps-Exporte aus Kanada stiegen auf 204.100 Tonnen und summierten sich auf 3,1 Millionen Tonnen im laufenden Saisonzeitraum, was im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung darstellt. Auch in Paris an der Euronext zeigten die Raps-Kontrakte eine positive Entwicklung. Der Februar-Kontrakt legte um 3,75 € zu und schloss 536,50 €/t. Insgesamt unterstützt die starke Exportnachfrage und die bullishen Marktdaten die positive Preisentwicklung. Eine durchwachsende Entwicklung hingegen erlebten die Sojabohnenmärkte. An der CBoT fielen der Dezember-Future um 13 bis 17 Cent auf 9,52 $/Bushel am Donnerstag. Auch die Sojabohnenmehl-Futures gaben weiter nach. Die neuesten Exportinspektionsdaten des USDA zeigten einen Anstieg der Sojabohnenum 13,3 % im Vergleich zum Vorjahr, mit insgesamt 2,278 Millionen Tonnen in der Woche bis zum 7. November. Im Marketingjahr wurde ein Anstieg von 5,9 % zum Vorjahr dargestellt. Dennoch reagierten die US-Händler eher verhalten auf die neuesten Zahlen. Der Druck auf die Ölsaatenmärkte scheint vor allem in der Unsicherheit in Bezug auf die Handels- und Agrarpolitik begründet zu sein, insbesondere in Bezug auf die möglichen Kabinettsnominierungen unter Trump. In Brasilien wurde berichtet, dass die Sojabohnensaat bis zum letzten Donnerstag zu 67 % abgeschlossen wurde, was einen Zuwachs von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr darstellt. In China wird erwartet, dass die Importe des Landes im Wirtschaftsjahr 2024/25 um 9,5 % auf 98,8 Millionen Tonnen sinken werden. Damit flauen die Exporthoffnungen der Händler wieder ab.
ZMP Live Expertenmeinung
Insgesamt dominierte die Unsicherheit auf den Sojabohnenmärkten, mit einem leichten Rückgang der Preise. Die Marktteilnehmer scheinen vor allem auf die politische Unsicherheit, wie die Wahl von Donald Trump und auf die Entwicklungen in den Ländern zu achten. Die Stimmung auf dem Rapsmarkt hingegen bleibt Markteilnehmer zufolge eher optimistisch.