17.
05.24
Geringerer Rapsanbau in Deutschland bestätigt sich

Ölsaaten News, 17.05.2024

Bullish
  • geringere Rapsprognosen Europa
  • Wetterbedingungen Kanada
  • Überschwemmungen in Brasilien
Bearish
  • Nachfragezurückhaltung China
  • geringere Tierbestände in Europa
  • Konjunktursorgen China
Kassamärkte im Blick Euro/Tonne
Raps 18. Apr. 3. Mai. 3. Mai. 9. Mai. 16. Mai. +/-
Hamburg 426,00 436,00 453,00 461,00 469,00 8,00
Straubingen 421,00 431,00 448,00 456,00 468,00 12,00
Sojaschrot            
Hamburg 385,00 391,00 412,00 427,00 421,00 -6,00
Magdeburg 395,00 401,00 422,00 437,00 431,00 -6,00
Mainz 400,00 415,00 440,00 457,00 448,00 -9,00
Rapsschrot            
Hamburg 292,00 292,00 305,00 305,00 300,00 -5,00
Hamm 293,00 307,00 325,00 325,00 305,00 -20,00
Niederrhein 286,00 299,00 316,00 320,00 303,00 -17,00

Auf Wochensicht hat sich Raps leicht schwächer entwickelt. Schlusskurs gestern Abend war im führenden August-Termin bei 473,50 Euro/t. Heute zeigen sich wieder freundliche Kurse. Bis zum Mittag legte der August-Kontrakt um 7,50 Euro zu. Die Nachrichtenlage insgesamt ist derzeit überschaubar. Insgesamt zeigen sich die Erzeuger meist zufrieden mit der Bestandsentwicklung. Aus einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes gestern geht hervor, dass die Anbaufläche wie erwartet geringer ausfällt. Diese wird nun mit 1,1 Mio. Hektar angeben und ist damit gegenüber der Fläche zur letzten Ernte um 5,8 Prozent geringer. In Kanada sorgen ergiebige Niederschläge insbesondere in den westlichen Präriegebieten für Unterstützung der Winterbestände. Die Bestellung der vorgesehen Flächen mit Sommerraps ist hingegen dadurch in Verzug geraten. Nach wie vor veröffentlicht die EU-Kommission keine aktuellen Importdaten. Technische Probleme werden weiterhin als Grund angeführt. Rapsschrot ist für prompte Lieferungen weiterhin knapp verfügbar.

Der Sojamarkt konnte an einzelnen Tagen mitunter deutlich zulegen. Auch mit Blick auf den Schlusskurs vom letzten Freitag zeigen sich zur Schlussglocke gestern festere Preise im Frontmonat. Vorbörslich legen die Sojabohnen am heutigen Freitag bis zum Mittag abermals zu. Sojaschrot stand insgesamt unter Abgabedruck in dieser Woche, kann aber auch heute Morgen wieder etwas freundlicher in den Tag starten. Geringe Verarbeitungszahlen für den April hatten Sojabohnen und Sojaschrot zeitweise belastet. Auch die Exportnachfrage in den USA ist weiterhin gering. Besonders dass sich China deutlich zurückhält, sorgt in Teilen für Verunsicherungen. Die Auspflanzungen in den Vereinigten Staaten laufen weiter, Niederschläge im Corn Belt, die für die kommende Woche vorhergesehen sind, könnte das Tempo jedoch drosseln. 

Ölsaaten-Aktualisieren,

Raps bleibt volatil. Gestern ging es im Umfeld freundlicher Grundstimmungen an den Getreidemärkten auch für die Ölsaat gen Norden. Schlusskurs im führenden August-Kontrakt war gestern Abend 485,00 Euro/t und damit 6,25 Euro/t mehr als noch am Freitag festgestellt wurden. Heute werden die Zuwächse des gestrigen Handelstages jedoch bereits wieder aufgezerrt. Bis zum Mittag verliert der August-Termin 7 Euro/t. Canola in Winnipeg war wegen eines Feiertages gestern nicht handelbar, ist heute aber vorbörslich etwas fester in die neue Handelswoche gestartet. An den Kassamärkten werden Waren alter Ernte kaum noch gehandelt, Notierungen finden kaum noch statt. Die neue Ernte wird nach den Preissteigerungen der letzten Woche aber vermehrt diskutiert und abgeschlossen. Rapsschrot bleibt weiterhin nur knapp verfügbar. Die Notierungen haben sich wieder etwas erhöht.

Der Sojamarkt startete sehr freundlich in die neue Woche. Tendiert heute jedoch bis zum Mittag vorbörslich wieder schwächer. Die Gewinne des Vortages werden aber anders als beim Raps noch nicht komplett eliminiert. Angetrieben wurden die Kurse gestern vor allem durch die Schlechtwetterfront, die für den Corn-Belt vorhergesagt ist. Die Farmer haben darum ihr Aussaattempo zwar erhöht, konnten aber nicht im erwarteten Umfang vorankommen. Nach Angaben des USDA sind aktuell 52 Prozent der geplanten Flächen bestellt. Im Vorjahr waren es bereits 61 Prozent und im Mittel der letzten fünf Jahre 54 Prozent. Enttäuschend fielen die Exportzahlen der vergangenen Woche aus. Gerade einmal 184.128 Tonnen Soja wurden in der vergangenen Woche verschifft. In der Vorwoche waren es immerhin über 430.000 Tonnen Sojabohnen. Auf Sicht der bisherigen Saison hinken die Ausfuhren dem Vorjahreswert hinterher. Aktuell steht der Exportzähler bei 39,75 Mio. Tonnen, im Vorjahr waren zu diesem Zeitpunkt bereits 48,22 Mio. Tonnen verschifft worden. 

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ZMP Live Expertenmeinung

Raps bewegte sich fast seitwärts auf Wochensicht. Hier rückt die neue Ernte mehr und mehr in den Fokus und angesichts der geringeren Ernteerwartungen in Europa und dem erhöhten Importbedarf, der erwartet wird, deutet sich aber ein weiterhin hochpreisiges Niveau an. Der Sojamarkt wird in erster Linie vom Wetter bestimmt. 

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