23.
05.25
Sojabohnen steigen kur vor dem Wochenende – Canola- und Rapsmärkte zeigen unterschiedliche Tendenzen

Ölsaaten News, 23.05.2025

Bullish
  • Anhaltend starke Exportnachfrage, vor allem aus Mexiko und asiatischen Märkten
  • Wetterbedingte Unsicherheiten bei wichtigen Anbaugebieten
  • Politische Entscheidungen wie Exportsteuern und Handelkonflikte
Bearish
  • Größere als erwartete Ernteerträge, besonders in Brasilien und Argentinien
  • Währungsschwankungen, die Exporte verteuern
  • Globale wirtschaftliche Unsicherheiten

Die Sojabohnen-Futures zeigten sich am Donnerstag zum Handelsschluss deutlich fester, nachdem der Handel über Nacht noch schwächer gestartet war. Die Kontrakte gewannen 3 bis 5 Cent hinzu, unterstützt von starken Kursgewinnen beim Sojaschrot. Der cmdtyView Cash Bean Preis stieg um 5 Cent auf 10,18 USD je Scheffel. Sojaschrot-Futures legten um 3,10 bis 4,60 USD pro Tonne zu, während Sojaöl-Kontrakte mit Verlusten zwischen 37 und 72 Punkten schlossen. Das USDA veröffentlichte am Morgen den wöchentlichen Export Sales Bericht, der für die Woche zum 15. Mai 307.939 Tonnen Alt-Ernte-Sojabohnen meldete – damit lagen die Verkäufe über den Erwartungen von 100.000 bis 300.000 Tonnen. Dies entsprach einem Plus von 9 % zur Vorwoche und 10,2 % im Vergleich zur selben Woche 2024. Hauptabnehmer war Mexiko mit 134.100 Tonnen, gefolgt von Verkäufen an unbekannte Ziele mit 43.000 Tonnen. Für die neue Saison 2025/26 wurden 15.000 Tonnen verkauft, was unter den Schätzungen von 90.000 bis 400.000 Tonnen lag. Die Sojaschrot-Verkäufe summierten sich auf 382.652 Tonnen, davon 359.579 Tonnen für die laufende Saison – innerhalb der Handelsschätzungen von 100.000 bis 450.000 Tonnen. Die Sojaöl-Verkäufe lagen mit 13.660 Tonnen im mittleren Bereich der Erwartungen von 0 bis 32.000 Tonnen.

Die Canola-Notierungen an der Intercontinental Exchange (ICE) in Winnipeg zeigten sich erneut schwächer: Der Juli-Canola verlor 0,10 CAD und schloss bei 715,90 CAD pro Tonne. Im Gegensatz dazu präsentierte sich der Rapsmarkt an der Euronext in Paris fest, wo der August-Kontrakt um 4,25 EUR auf 489,25 EUR pro Tonne zulegte. Das kanadische Statistikamt meldete einen Rückgang des Industrieerzeugnis-Preisindex im April um 0,8 % gegenüber dem Vormonat, während er im Jahresvergleich um 2,0 % anstieg. Der Rohstoffpreisindex fiel im Monatsvergleich um 3,0 % und im Jahresvergleich um 3,6 %.

Laut dem aktuellen Monatsbericht des International Grains Council bleibt die weltweite Sojabohnenproduktion stabil bei 428 Mio. Tonnen. Der weltweite Verbrauch steigt um 2 Mio. Tonnen, während die Lagerbestände für 2025/26 um 2 Mio. Tonnen auf 81 Mio. Tonnen reduziert wurden.

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ZMP Live Expertenmeinung

Der Sojamarkt zeigte sich zuletzt volatil, mit moderaten Kursgewinnen trotz eines schwächeren Starts. Die robuste Nachfrage nach Sojabohnen und Sojaschrot, vor allem aus Mexiko und weiteren wichtigen Importländern, stützt die Preise. Gleichzeitig wirken sich leichte Rückgänge beim Sojaölpreisen dämpfend aus. Die stabile weltweite Produktionslage, wie im aktuellen International Grains Council Report bestätigt, sorgt zwar für Entspannung bei den Beständen, doch die Dynamik in den Exportmärkten bleibt ein zentraler Preisfaktor und höhere Bestände sorgen für einen gewissen Angebotsdruck und damit eher bärische Impulse. Darüber hinaus beeinflussen geopolitische Entwicklungen, wie Handelsabkommen und Exportregelungen, sowie Wetterbedingungen in den Hauptanbaugebieten die Ölsaaten weiterhin. 

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