Der Sojamarkt wurde am Donnerstag von den Bullen nur zu Teilen übernommen, die Futures der Bohnen legten rund 12 bis 17 ½ Cent zu. Die Sojamehl-Futures führten die Rallye aufgrund der Trockenheit in Argentinien an und notierten die höchsten Gewinne. Hingegen verzeichneten die Sojaöl-Futures Verluste. Die Wettervorhersagen für die kommende Woche prognostizieren in den meisten Teilen Brasiliens normale Regenfälle, während der Süden Brasiliens sowie Argentinien unter Trockenheit leiden. Meteorologen rechnen damit, dass die Trockenheit bis Anfang Januar anhält. Die Prognose sorgten vor allem dafür, dass wieder vermehrt spekulative Käufe getätigt wurden und viele Marktteilnehmer sich entsprechend am Markt positioniert haben.
Der wöchentliche Bericht über die Exportverkäufe wird aufgrund der Feiertage am heutigen Freitag. Analysten schätzen, dass in der Woche vom 19. Dezember insgesamt 1 bis 1,8 Millionen Tonnen Sojabohnen der Ernte 2024/25 verkauft wurden, mit zusätzlichen 70.000 bis 125.000 Tonnen für die Ernte 2025/26. Der Verkauf von Sojabohnenmehl wird auf 200.000 bis 450.000 Tonnen geschätzt, während für Sojaöl Verkäufe von 5.000 bis 15.000 Tonnen erwartet werden. Die Exporte von Sojabohnen aus Brasilien im Dezember werden laut ANEC auf insgesamt 1,62 Millionen Tonnen geschätzt, was der Schätzung der Vorwoche entspricht.
Aus Kanada wird berichtet, dass die Verarbeitung für Raps im November bei 1,019 Millionen Tonnen lagen, was einem Anstieg von 12,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
An der Euronext verabschiedeten sich die Rapsfutures vor den Feiertagen mit Gewinnen aus dem Wochenende. Heute startet der Handel wieder.
ZMP Live Expertenmeinung
Für die Ölsaaten könnte die Entwicklung der Trockenheit, vor allem Argentinien und Brasilien, kurzfristig den Futures den Weg weisen. Insgesamt sehen die globalen Ernteprognosen weiterhin noch solide aus, sodass Marktteilnehmer damit rechnen, dass sich an der volatilen Preisentwicklung vorerst nicht viel ändern wird. Der Euronext-Raps zeigte sich in den vergangenen Wochen weitestgehend gelöst von den Vorgaben aus Übersee.