Der Sojabohnenmarkt startete zu Beginn der Woche bullish, wobei die Preise an der CBoT zunächst um bis zu 3,5 US-Cent/bu zulegten. Der Januar-Kontrakt blieb jedoch unter 1.000 US-Cent/bu. Der Export von Sojabohnen in der Woche bis zum 21. November lag bei 2,102 Millionen Tonnen, was einen Anstieg von 33,5 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, auch wenn ein Rückgang von 7,3 % zur Vorwoche verzeichnet wurde. Besonders stark war die Nachfrage aus China, wohin 1,23 Millionen Tonnen gingen. Die Aussaat in Brasilien ist fast abgeschlossen und das Wetter ist derzeit optimal. Am Dienstag jedoch sorgte die Ankündigung von Donald Trump, Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China zu erhöhen für Unsicherheit und drückte die Preise. Der Januar-Kontrakt fiel auf 983,50 US-Cent/bu.
Am Mittwoch erlebte der Sojamarkt eine Erholung, der Januar-Kontrakt stieg auf 988,75 US-Cent/bu. Auch hier wurde wieder über positive Exportzahlen berichte, u.a. über einen privaten Verkauf von 132.000 Tonnen an China. Offizielle Zahlen folgen in dieser Woche aufgrund des Thanksgiving-Feiertag später.
Der Rapsmarkt zeigte anfangs stabile Tendenzen, wobei der Preis für den Februar-Kontrakt an der Euronext auf 514,25 €/t stieg. Doch auch hier drückten die kanadischen Preise den Markt, da die von Trump angedrohten Zölle auf kanadische Importe für Unsicherheit sorgten. In Winnipeg fielen die Canola-Futures um 12,70 Can-$ auf 580,30 Can-$/t, während die Euronext-Kontrakte auf 506,5 €/t sanken. Trotz dieser Rückschläge hoffen viele auf eine schnelle Erholung.
Insgesamt bleibt der Ölsaatenmarkt von geopolitischen Unsicherheiten geprägt, während positive Exportdaten und gute Ernteprognosen aus Südamerika dem Markt Unterstützung bieten.
ZMP Live Expertenmeinung
Der Ölsaatenmarkt steht unter dem Einfluss gegensätzlicher Entwicklungen. Starke Exportzahlen, vor allem nach China stützen die Preise, während Unsicherheiten durch Trumps angekündigte Zölle auf Importe aus Kanada, Mexiko und China die Märkte belasten.