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Großes Sojaangebot im Jahre 2014 zu erwarten

Ölsaaten Cockpit, 04.04.2014

Bullish
  • Kurzfristig knapp verfügbare alterntige Ware
  • starke Nachfrage aus China
Bearish
  • mit zunehmendern Ernteabschluss in SA wird neue Ware verfügbar
  • zukünftige Ernteerwartungen fallen überdurchschnittlich aus.
Terminkurse für Sojaschrot  
Börsenstandort Apr 14 Mai 14 Jun.-14 Jul 14 Aug.-14 Sept.-14 Okt.-14 Dez.-14
Soja Hbg (€/t) 421 412 390 390 - - - -
Soja Chicago (€/t) - 383 372,5 - 349,5 325 305,7 303

Perspektiven auf dem Sojamarkt.

Die jüngste Veröffentlichung des USDA zur Anbauplanung des US-Farmer hat eindeutig einen beachtlichen Zuwachs an US-Sojaflächen in den nächsten Wochen und Monaten dokumentiert. Bei Unterstellung durchschnittlicher Ertragsverhältnisse müsste eine große Ernte im Herbst 2014 herauskommen.

Eine Zusammenstellung der jüngsten und noch bevorstehenden Sojaernten vermittelt den Eindruck einer stark steigenden Angebotsentwicklung im Verlauf des Jahres 2014. Die brasilianische Ernte ist fast abgeschlossen. Die Ergebnisse werden zwischen 85 und 88 Mio. t (Vorjahr 82 Mio. t) geschätzt. Die Ware ist auf dem Weg zu den Häfen und Verarbeitungsstandorten. In Europa ist noch wenig angekommen.

Die um rd. einen Monat später folgende argentinische Sojaernte wird auf 53 Mio. t (Vorjahr 49 Mio. t) geschätzt. Die Verkaufsbereitschaft der argentinischen Farmer ist deutlich höher einzustufen als im vergangenen  Jahr, insbesondere vor dem Hintergrund hoher Überlagerungsbestände.

Aus den kleinen südamerikanischen Staaten Uruquay und Paraquay wird mit einer 20% bis 30 % höheren Sojaernte kalkuliert.

Wenn man aus den beabsichtigten Anbauflächen der US-Farmer mit einem Durchschnittsertrag von rd. 45 bu/acre hochrechnet, könnte eine US-Sojaernte im Herbst 2014 in der Größenordnung zwischen 95 und 100 Mio. t (Vorjahr 89,5 Mio. t) herauskommen.

Und last not least: wenn die Meldungen von zunehmenden Weideumbruch in Brasilien zugunsten des Sojaanbaus zutreffen sollten und Durchschnittserträge trotz einer El Nino-Wetteranomalie unterstellt werden können, errechnet sich für das Frühjahr 2015 eine brasilianische Sojaernte in der Größenordnung von 100 Mio. t (2014: 85 bis 88 Mio. t)

Fasst man die Angebotssteigerungen der wichtigsten Sojaanbauländer für das Jahr 2014 zusammen, errechnet sich eine Zunahme in der Größenordnung von rd. 20 Mio. t.

Dem steht eine geschätzte Nachfragesteigerung von rd. 10 Mio. t gegenüber, wobei die Importsteigerungen Chinas möglicherweise etwas nachlassen werden.

Per Saldo kann aus aktuellem Kenntnisstand mit einem beachtlichen Angebotsüberhang gerechnet werden, der vorrangig Mitte und 2. Jahreshälfte 2014 auf den Markt drängt. Daraus folgt ein deutlicher Kursrückgang, der bereits jetzt in den hinteren Börsenterminen mit einer Differenz bis zu 100 $ je t bzw. 20 % zum Ausdruck kommt. 

Großes Sojaangebot im Jahre 2014 zu erwarten
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ZMP Live Expertenmeinung

Die  immer noch anhaltend hohen  Sojaschrotpreise sind auf die Knappheit alterntiger Ware zurückzuführen. Der Preisrückgang schreitet in dem Maße fort, wie die neuerntige südamerikanische Ernte mehr oder weniger störungsfrei auf den Weg zu den Verbrauchsstandorten verfrachtet wird.

Bei durchschnittlichen Witterungsverhältnissen ist für den Sommer/Herbst 2014  mit einem überdurchschnittlichen Angebot an Soja zu rechnen. Demenstsprechend sinken die Kurse. Bis zum Spätherbst signalisieren die Terminkurse einen Preisrückgang um die 20 %-Marke.

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