09.
11.13
USDA und FAO bestätigen hohe Ölsaatenversorgung 2013/14 - starker Exportanstieg im US-Sojaschrotsektor verhindert schnellen Preisrückgang

Ölsaaten Cockpit, 09.11.2013

Bullish
  • Starke Nachfrage im Schrotsektor
  • Südamerika: Wachstums- und Ernterisiken bis ins Frühjahr 2014
  • Währungskursentwicklungen
Bearish
  • Verbesserte Versorgungslage mit noch steigender Tendenz
  • verstärkte Neigung zum Sojaanbau aufgrund der Soja-Mais-Preis-Relation
  • durchschnittliche Witterungsverhältnisse mit guter Wahrscheinlichkeit

USDA und FAO haben fast zeitgleich am 7. und 8. Nov 2013 eine aktuelle Einschätzung des globalen Ölsaatenmarktes veröffentlicht. Trotz ihrer teilweise unterschiedlichen Ausgangsdaten besteht ein tolerierbar ähnliches Ergebnis.

Die FAO prognostiziert die weltweite Ölsaatenerzeugung 2013/14 knapp über 502 Mio. t, rd. 20 Mio. t bzw. 4,5 % mehr gegenüber dem Vorjahr. Die Verbrauchszuwächse im Ölsektor  werden ähnlich hoch eingestuft, während der Verbrauch an Ölschroten und Ölkuchen nur auf 3,1 % veranschlagt wird.

Die Produktionssteigerung auf Rekordniveau wird zu wesentlichen Teilen auf die erwartet hohen Sojaernten in Südamerika im Frühjahr 2014 zurückgeführt. Die Palmölerzeugung wird allerdings nicht die hohen Zunahmen erreichen wie im letzten Jahr. Insgesamt verbessert sich die Versorgungslage um 25 bis 30 % gegenüber den zurückliegenden beiden Jahren. Die Vorratsbestände erreichen ein hohes Niveau.

Die FAO hat einen Preisrückgang von Jan-Okt 2013 gegenüber dem Vorjahr von -16,5 % bei den pflanzlichen Ölen, -7,5 bei den Ölsaaten und +7,3 % bei den Ölschroten ermittelt. Für das Jahr 2013/14 wird ein beachtlicher Preisrückgang bei den Ölschroten erwartet.

Das USDA kommt in seiner jüngsten Schätzung auf eine weltweite Ölsaatenerzeugung von 499 Mio. t, rd. 25 Mio. t bzw. 5,5 % mehr als im zurückliegenden Jahr. Die Zunahmen entstehen zu dreiviertel Anteilen im Sojasektor, wobei die USA ihre eigene Ernte mit 88 Mio. t wieder überraschend hoch angesetzt haben. Monatelang herrschten aufgrund der Trockenheit im August sehr gedrückte Erwartungshaltungen.

Für die im Frühjahr 2014 erwartete südamerikanische Sojaernte werden weiterhin Rekordzahlen von den amerikanischen Fachleuten unter Berufung auf offizielle Stellen prognostiziert. Brasilien soll 88 Mio. t (Vorjahr 82 Mio. t) und Argentinien 53,5 Mio. t (Vorjahr 49,3 Mio. t) ernten. Die optimistischen Einschätzungen werden durch die derzeit günstigen Aussaatbedingungen und durch die eindeutigen Soja-Maispreisrelationen zugunsten der Bohne unterstützt. In Argentinien bereiten allerdings die knappen Niederschläge erste Sorgen.

In einer ersten Reaktion  zogen die Börsenkurse für Sojabohnen und Sojaschrot wieder an. Die vor der Veröffentlichung der Marktberichte rückläufigen Kurse wurden damit wieder voll wettgemacht. Die günstigen Exportgeschäfte und die festen Kassapreise sprechen dafür. Für die hinteren Termine bleibt jedoch grundsätzlich alles beim Alten.

USDA und FAO bestätigen hohe Ölsaatenversorgung 2013/14 - starker Exportanstieg im US-Sojaschrotsektor verhindert schnellen Preisrückgang
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ZMP Live Expertenmeinung

Die seit Monaten anhaltende Einschätzung  einer überdurchschnittlichen Versorgungslage im Ölsaatenmarkt 2013/14 wird durch die jüngsten FAO- und USDA-Schätzungen bestätigt. Während die Ernteergebnisse für die USA weitgehend günstiger ausgefallen sind als ursprünglich erwartet, sind für die ausschlaggebenden südamerikanischen Anbaugebiete noch einige Risiken zu überstehen. Die bisherigen Aussichten sind vielversprechend. Ein Restrisiko bleibt jedoch in jedem Fall!

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