11.
10.13
Palmpreise stimulieren die Terminnotierungen für Raps in Paris

Ölsaaten Cockpit, 11.10.2013

Bullish
  • Weltweite Rapsversorgung ist knapp
  • EU hat Rapsimportbedarf
  • geringer als erwartende Palmölerzeugung
  • flotter Export von Palmöl aus Malaysia
  • anhaltende stabile Nachfrage aus dem Sektor für pflanzliche Öle und Fett
Bearish
  • allgemein günstige Versorgungslage bei Ölsaaten insgesamt
  • hohe Erwartungen an gute Sojaernten Im Herbst 2013 und Frühjahr 2014
  • gestiegene Kaufkraft des Euro beim Import
  • Perspektive auf durchschnittlich hohes Palmöerzeugungsniveau mit vorübergehenden Rückgängen

Steigende Palmölkurse mit Impulsen für die Rapspreise in Paris

Die steigenden Terminkurse für Raps an der Euronext in Paris erhalten kräftige Unterstützung durch die in den ersten Oktoberwochen deutlich angezogenen Palmölkurse in Malaysia. Der Einfluss aus dem US-Sojakomplex auf die Rapskurse bleibt vergleichsweise bescheiden. Lediglich die Sojaölkurse deuten leicht nach oben. Die Notierungen für Canola-Raps in Winnipeg ziehen ebenfalls an, aber mit deutlich gemäßigtem Schwung. Hier wird der naheliegende Einfluss des US-Sojasektors deutlicher spürbar.

Die steigenden Palmölkurse sind das Ergebnis mehrerer Faktoren:

  • Die in den  Monaten September bis Oktober auf dem Jahreshöhepunkt stehende Palmölerzeugung bleibt hinter den Erwartungen zurück.
  • Die monatlichen Überhangbestände des Vorjahres sind kräftig abgebaut worden und liegen mittlerweile unter der Produktionslinie.
  • Die monatlichen Exporte sind ungewöhnlich stark angestiegen, fangen den Produktionsanstieg ab und zehren sogar ein wenig an den Vorratsbeständen.

Die Terminkurse für Palmöl im weiteren Verlauf des Jahres 2013/14 deuten auf weitere Preissteigerungen bis knapp über 2.400 Ringit (rd. 600 €/t) hin, aber spätestens mit dem Juni-2014 geht es nach Einschätzung der Börsianer wieder nach unten.

Die nach jüngsten Meldungen erst zu 20 % geernteten US-Sojaflächen haben noch nicht die Überzeugungskraft als Marktführer neben Palmöl die entscheidende Richtung vorzugeben. Das erst wird sich in den nächsten Wochen herausstellen, wenn klarer wird, wie das US-Ernteergebnis zu beurteilen ist. Hoffentlich dann wieder mit konkreter Unterstützung des wieder aktiv werdenden USDA.

Der erste Schub des Höhenfluges beim Raps fällt bereits den Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende zum Opfer.

Palmpreise stimulieren die Terminnotierungen für Raps in Paris
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ZMP Live Expertenmeinung

Die aktuell anziehenden Rapskurse in Paris sind eindeutig eine Folge der gestiegenden Palmölkurse infolge nicht mehr so reichlicher Verfügbarkeit. Allerdings ist neben Palmöl der Sojakomplex als Marktführer höher einzuordnen. Die aktuellen Unsicherheiten über den Ausgang der US-Sojaernte - nicht zuletzt aufgrund des "shut down" in den USA - entwickeln zurzeit weniger Einfluß auf die hiesigen Rapskurse. Das kann, muss sich aber nicht ändern je nach Ernteergebnis.

Auf mittlere Sicht ist von einer mehr als bedarfsdeckenden Versorgungslage im Ölsaatensektor auszugehen, so dass für kräftige Rapspreissteigerungen wenig Potenzial zu erkennen ist. Daher wird der Höhenflug der Rapskurse nicht von langer Dauer sein.

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