12.
07.13
Ölsaatenmarkt in der Übergangsphase zu einer hohen Angebotssituation

Ölsaaten Cockpit, 12.07.2013

Bullish
  • niedrige Anfangsbestände, knappe Versorgung im Übergang zur neuen Ernte
  • Zukünftig steigende Nachfrage aus China
  • Unsicherheiten über zukünftige Witterungsentwicklung in der ertragsbildenden Phase
Bearish
  • Zunehmende Anlieferungen aus der südamerikanischen Rekordernte
  • Hohe Erwartungen an US-Sojaernte im Herbst 2013
  • Gedämpfte Nachfrage aus der Veredlungswirtschaft

USDA – Ernteschätzung für Ölsaaten vom 11. Juli 2012

Das Ergebnis der jüngsten Ernteschätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) hat die Erwartungen der überwiegenden Zahl der Marktteilnehmer bestätigt. 

Die wesentlichen Eckdaten für den Weltölsaatenmarkt:

  • Die Welternte der wichtigsten Ölsaaten  wird auf 493 Mio.  Mio. t geschätzt, rd. 23 Mio. t größer als im Vorjahr.
  • Die Sojaernte erreicht gegenüber dem Vorjahr um 27 Mio. t bessere Ergebnisse. Sonnenblumensaat, Rapssaat und Erdnüsse tragen mit etwas moderateren Steigerungen zu dem positiven Ergebnis bei . Die übrigen Produkte verändern sich nur wenig.
  • Der Verbrauch wird weniger stark zunehmen, so dass die Endbestände wieder auf 82 Mio. t  (Vorjahr 69 Mio. t) steigen sollen. 
  • Das USDA prognostiziert eine Preisspanne für Sojaschrot in den USA zwischen 245 bis 280 € je t für den Durchschnitt des Jahres 2013/14. Für europäische Verhältnisse sind die Frachtkosten je nach Bestimmungsort von überschlägig 45  bis 60 € je t aufzuschlagen.
  • Nach wie vor existiert eine Zweiteilung des Marktes: die vorderen Termine für die Marktbeschickung von Soja sind nach den Schätzungen des USDA noch knapper einzustufen als bisher angenommen. Das spricht für feste Notierungen, solange bis die neue Ernte greifbar wird. Die hinteren Termine im Herbst/Winter 2013/14 liegen mit -25 % erheblich niedriger.
  • Eine herausragende Rolle soll China einnehmen: Angesichts der im laufenden Jahr zu beobachtenden Zurückhaltung Chinas bei den Sojabohnenimporten in einer Größenordnung von „nur“ 62 Mio. t sollen die Einfuhren  in der kommenden Kampagne 2013/14  auf fast 72 Mio. t ansteigen, eine bisher noch nie dagewesene Steigerung.
  • Die Palmölerzeugung soll weiter zunehmen und die hohen Vorratsbestände anhaltend groß bleiben. Das sorgt für Preisdruck, zumal die Palmölpreise ohnehin schon erheblich unter Durchschnittsniveau notieren.
  • Die weltweite Rapserzeugung soll auf knapp 65 Mio. t (Vorjahr 62,5  Mio. t) ansteigen. 
  • Der Ölsaatenmarkt befindet sich in der Übergangsphase von einer bisher knappen Versorgungslage in eine als überdurchschnittlich zu bezeichnende Angebots-Nachfrage-Situation.
Ölsaatenmarkt in der Übergangsphase zu einer hohen Angebotssituation
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ZMP Live Expertenmeinung

Der Ölsaatenmarkt ist in den vorderen Terminen knapp versorgt, entsprechend fest sind die Preisentwicklungen. Im Übergang zu den Herbstmonaten wird mit einem wachsenden Angebot und einer mehr als ausreichenden Versorgungslage gerechnet. Speziell  Sojaschrot bleibt vorerst fest, später winkt ein starker Preisrückgang.

Im Falle des Rapsmarktes sind Kursminderungen bereits eingetreten. Ein Trendumkehr ist vorerst nicht ersichtlich. Aber der Markt bleibt sensibel!

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