13.
09.13
USDA-Schätzung: Niedrigere US-Sojaernte - höhere Ernteerwartungen für Brasilien

Ölsaaten Cockpit, 13.09.2013

Bullish
  • Witterungsbedingte Beeinträchtigungen der US-Sojaernte
  • Wachstums- und Ernterisiken in Südamerika
  • starke Nachfrage aus China
  • niedrige US-Anfangsbestände
  • zukünftig steigende Schrotnachfrage bei steigenden Viehbeständen
Bearish
  • Überdurchschnittliche Versorgung im Olsaatensektor insgesamt
  • Unverändert gute globale Sojaernte
  • zukünftig steigendes Sojaangebot aus Südamerika
  • reichliches Palmölangebot zu Niedrigpreisen
  • nachlassende Nachfrage aus dem Biodieselsektor

USDA-Schätzung: US-Sojaernte niedriger -  Brasilien höher – Kursanstieg bei Soja

Die Sept-Schätzung der Ölsaatenernte 2013/14 führte auf Weltebene zu einer leicht erhöhten Einschätzung gegenüber dem Vormonat. In einigen bedeutenden Positionen wurden die Zahlen korrigiert, die ausreichend Anlass für steigende Börsennotierungen in Teilbereichen lieferten. Während der Sojakomplex in Chicago beachtliche Aufwärtsentwicklungen aufweist, zeigen die Rapskurse eher eine leichte Abwärtsneigung. Diese  Spreizung wird jedoch nicht von Dauer sein.

Die grundlegenden Ergebnisse zum Ölsaatenmarkt mit den Schwerpunkten Soja und Raps:

Gegenüber dem Vorjahr wird der Ölsaatenmarkt 2013/14 erheblich besser versorgt sein. Um 10 Mio. t wachsende Endbestände deuten eindeutig darauf hin, dass die Erntezuwächse beachtlich größer ausfallen als der geschätzte zukünftige Verbrauch.

Aber der Ölsaatenmarkt zeigt zurzeit mehrere Gesichter. Der Sojamarkt mit einem Produktionsanteil von rd. zwei Dritteln, wird hinsichtlich des Weltvolumens zwar unverändert geschätzt, aber zwei bedeutende gegensätzliche Positionen gleichen sich aus, ohne dass daraus ein sofortiger Ausgleichseffekt für die Kursentwicklung entsteht. Die kurz bevorstehende US-Sojaernte hat das USDA um 3 Mio. t auf rd. 85 Mio. t heruntergesetzt und die im Frühjahr 2014 erwartete brasilianische Ernte von 85 auf 88 Mio. t aufgestockt. Die trockenheitsbedingte Abstufung der US-Ernte entwickelt eine Sofortwirkung auf die Kurse, während die höheren Ernteerwartungen in Brasilien erst eine schwache, aber dämpfende Fernwirkung auf die späteren Liefertermine erzeugen.

Die Rapskurse in Paris ließen sich von den heftigen Kursbewegungen im Chicagoer Sojakomplex nicht beeindrucken. Der Grund besteht im Wesentlichen darin, dass Raps deutlich ölbetonter im Vergleich zur Sojabohne mit annähernd gleichwertigen Anteilen von Öl und Schrot bewertet wird. Der Markt für pflanzliche Öle wird durch den anhaltenden Angebots- und Preisdruck des Palmöls mit einem Marktanteil von rd. 30 % in Schach gehalten. 

USDA-Schätzung: Niedrigere US-Sojaernte - höhere Ernteerwartungen für Brasilien
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Abstufung der kurz bevorstehenden US-Sojaernte entwickelt eine Sofortwirkung für steigende Sojakurse für die vorderen Liefertermine. Für das Niveau und speziell für die späteren Termine ist die gesamte Ölsaatenversorgung von Bedeutung. Die hohen Ernteerwartungen in Südamerika werden kurz vor den Aussaatterminen  durch das günstige Soja-/Maispreisverhältnis überzeugend begründet.

Gegenüber früheren noch höheren Ernteerwartungen ist die Versorgungslage etwas eingeschränkt worden, so dass die Notierungen etwas angezogen haben, aber das Kursniveau erreicht nicht mehr die Größennordnungen des zurückliegenden Jahres.

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