16.
08.13
USDA-Schätzung Aug 2013: schwächere US-Sojaernte treibt Preise wieder hoch

Ölsaaten Cockpit, 16.08.2013

Bullish
  • Schwächer eingeschätzte US-Sojaernte
  • weitere Ernterisiken durch Trockenheit und Frühfrostgefahr
  • steigende Nachfrage aus dem asiatischen Raum, vorrangig China
  • starke Nachfrage nach Ölschroten
Bearish
  • Globale Rekordernte an Ölsaaten insgesamt
  • Rechnerischer Bestandsaufbau
  • steigende Palmölernte setzt pflanzliche Öle unter Druck
  • schwächere Biodieselnachfrage
  • Zollbedingter Exporteinbruch bei argentinischen Biodiesel nach Europa

USDA – Aug-Schätzung der Ölsaaten

Bei einer weltweit knapp unveränderten Gesamternte an Ölsaaten auf Rekordniveau haben sich bei den einzelnen Ölsorten  Änderungen ergeben, die sich aber weitgehend ausgleichen. Insgesamt wird eine Welternte von 493 Mio. t erwartet, die um 20 Mio. t höher als im Vorjahr ausfällt.

Die globale Sojaernte mit einem Produktionsanteil von mehr als 60 % im Ölsaatensektor wurde um 4 Mio. t nach unten gesetzt, im Wesentlichen als Folge einer auf 88 Mio. t abgestuften US-Sojaernte. Die Trockenschäden in einigen US-Bundesstaaten sind doch gravierender als zunächst angenommen. Und die Unsicherheit über den tatsächlichen US-Ernteausgang hält noch an.

Die Vorschätzungen der zum Wirtschaftsjahr 2013/14 zählenden südamerikanischen Sojaernten im Frühjahr 2014 wurden auf unverändert hohem Niveau beibehalten.

Die globale Rapsernte wurde um 2 Mio. t auf 6  Mio. t aufgestockt. Dabei wird von einer auf 20,5 Mio. t gestiegenen EU-Ernte sowie von einer um 2 Mio. t höher geschätzten kanadischen Rapsernte ausgegangen.

Die weltweite Palmölerzeugung solle um weitere 3 Mio. t zunehmen. Insgesamt wird mit einem um 6 Mio. t bzw. knapp 4 % gestiegenen Aufkommen an pflanzlichen Ölen gerechnet. Damit werden die Vorratsbestände wieder deutlich zulegen können. Steigende Endbestände sind regelmäßig ein eindeutiges Signal für fallende Kurse.

Bei den Ölschroten rechnet man mit einer Steigerung um 9 Mio. t bzw. 3,5 %. Bei etwa gleich hoher Verbrauchssteigerung besteht wenig Spielraum für eine nennenswerte Vorratsaufstockung.

Für das gesamte Wirtschaftsjahr 2013/14 wird von einer reichlichen Versorgung mit Ölsaaten ausgegangen.  Die Einschätzung führt zu Preisen auf deutlich ermäßigten Niveau im Vergleich zum Vorjahr.

An den Börsen hat die USDA-Schätzung zu einem deutlichen Preisauftrieb bei den Sojabohnen beigetragen. Auch Sojaöl zog mit nach oben. Die Sojaschrotkurse sind um fast 3 € je dt auf allen Terminen angestiegen. Das aktuell kritische Wetter für die Weiterentwicklung der Sojabestände in den USA könnte für weitere Preisaufschwünge sorgen.

USDA-Schätzung Aug 2013: schwächere US-Sojaernte treibt Preise wieder hoch
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Hochstimmung bei der kommenden Sojaernte ist gebrochen. Die hochgeschätzte US-Sojaernte muss wegen Trockenschäden abgestuft werden werden. Andererseits bleibt trotz Vorbehalten der Ölsaatenmarkt reichlich versorgt, wobei in der Ölsparte eine weitere Bestandsaufstockung für wachsende Vorräte sorgt. Im Sektor der Ölschrote geht es enger zu, ohne dass es zum Abbau von Vorräten kommt. Die Raps- und Sojaschrotkurse haben nach der USDA-Schätzung einen kräftigen Satz nach oben gemacht und die bislang fast endlos erscheinende Talfahrt beendet. Weitere Aufwärtsstendenzen sind witterungsbedingt nicht auszuschließen. Die hochgeschätzten südamerikanischen Sojaernten im Frühjahr 2014 haben noch sehr wenig sicheres Fundament unter den Füßen.

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