16.
11.13
Preisrückschlag im Ölsaatensektor

Ölsaaten Cockpit, 16.11.2013

Bullish
  • Trotz großer Ernteerwartungen bestehen noch beachtliche Ernterisiken
  • günstige Wachstumsbedingungen in Brasilien, aber skeptische Perspektiven für Argentinien
  • Nachfrage bleibt hoch (Chinafaktor);
  • weltweit steigende Viehbestände 2014
Bearish
  • geringere Nachfrage aus dem Biokraftstoffsektor
  • relativ niedriges Niveau der Rohölpreise
  • hohe Erwartungen an ein großes Angebot aus Südamerika
  • Währungsunsicherheiten

Schock für Ölsaaten – dreifacher  Hammer auf die Kurse

Nach der etwas überraschenden Erholung der US-Sojakurse infolge der USDA –Nov.-13 Schätzergebnissen  gab es am Freitag mehrere böse Überraschungen für Börsenteilnehmer, die auf eine Stabilisierung der Kurse auf erhöhtem Niveau gesetzt haben.

In dem allgemein bekannten Kenntnisumfeld, daß in Südamerika günstige Voraussetzungen für eine sehr große Sojabohnenernte bestehen, wenn auch noch einige Fragezeichen im Raume stehen, wirkten die nachstehenden Informationen  wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Es begann mit der Meldung des US-Ölmühlenverbandes, dass ihre Sojabohnenverarbeitung im Okt. 2013  um 2 % höher gelegen hat als es allgemeinen Erwartungen entsprochen hat.

Der zweite Stoß kam durch die Information, dass die US-Sojaexporte um rd. 10 % unter den Zahlen der Vorwoche gerutscht sind, eine Entwicklung, die zu dieser Zeit nicht erwartet worden war.

Den  dritten Hammerschlag  setzte die Ankündigung, dass das Mandat der Biokraftstofferzeugung für das Jahr 2014 um mehr als 15 % abgesenkt werden sollte. Das betrifft u.a. auch Biodiesel, der in den USA in 1. Linie aus Sojaöl hergestellt wird.

Noch geringe Auswirkungen lösten vereinzelte Beobachtungen in unterschiedlichen Regionen aus, dass die Erzeugerpreise der US-Sojafarmer nachgegeben haben. Sollte sich die Beobachtungen auf breiter Front durchsetzen, ist das ein klares Zeichen für eine nachlassende Nachfrage.

Wenig beruhigend wirkte die Information, dass die US-Sojaölbestände geringer als erwartet geschätzt wurden.  Auch die recht stabilen Palmkurse brachten keine Entlastung.

Das geballte Zusammenwirken hat die Börsenpreise insbesondere für Sojaschrot wieder auf den Stand vor der USDA-Schätzung zurückgetrieben. Von dieser niedrigen Ausgangsposition wird die weitere Kursentwicklung stattfinden, wobei noch Klärungs- und Korrekturbedarf  besteht.

Die Rapskurse an der Pariser Börse konnten sich den Vorgaben aus Chicago nicht entziehen und die Rapspreise fielen um über 3 € je t.

Preisrückschlag im Ölsaatensektor
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ZMP Live Expertenmeinung

Die grundsätzlich gute Versorgungslage im Ölsaatensektor 2014 hat zwar vorübergehend infolge der USDA-Schätzungen einige Abstriche hinnehmen müssen, aber die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass grundlegende Faktoren gegen einen erheblichen Preisanstieg sprechen.  Korrekturen in einer überschaubaren Bandbreite um ein bestimmtes Durchschnittsniveau herum trägt neuen Informationen zur Versorgungslage Rechnung. Für ein völlig anders gestaltetes Preisniveau bedarf es einer grundlegenden Veränderung in der Einschätzung der Versorgungslage.

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