18.
04.14
Soja- und Rapskurse leicht nachgebend, Palmöl wieder etwas erholt

Ölsaaten Cockpit, 18.04.2014

Bullish
  • Zeitlich befristete Engpässe in der Versorgung bis zur neuen US-Sojaernte
  • hohe Nachfrage aus Sojabohnen aus China, nicht nur für den Eigenbedarf
  • hohe Nachfrage nach Sojaschrot in den USA und in Europa bei begrenzten Angebot
  • Verzögerungen auf dem Transportwege
Bearish
  • Erwartungen steigender Angebotsmengen aus Südamerika auf kurze Sicht
  • weitere Angebotssteigerungen im Herbst aufgrund steigender US-Sojaflächen

Nach Zwischenhoch geben Sojakurse nach  - Rapspreise folgen - Palmöl auf Normalniveau

Gewinnmitnahmen und fallende US-Exportmengen um die 80 % alterntiger Ware gegenüber den Vorwochen waren die entscheidenden Einflussfaktoren. Dahinter steckten auch hohe Anteile  der längst erwarteten Stornierungen überwiegend aus China.

In etwa gleicher Menge gingen die Verkäufe an Sojaschrot gegenüber der Vorwoche zurück. Der Engpass an US-Sojaschrot ist noch gravierender als bei den Bohnen. Die knappe Schrotverfügbarkeit betrifft sowohl die USA wie auch alle Importeure - allen voran die EU.

In Händlerkreisen spricht man von 12  für China bestimmte Schiffsladungen, die von Brasilien aus in Richtung USA umgelenkt worden sind. Insgesamt soll die Größenordnung von 2 Mio. t erreicht werden. Die Chinesen behalten auf diese Weise den Markt unter Kontrolle. Für die USA wird dieser Versorgungsweg aufgrund der eigenen Knappheit bis zu eigenen neuen Ernte notwendig bleiben.

Die brasilianische Sojaernte ist zu fast 90 % abgeschlossen. In Argentinien sind erst 15 % der Ernteflächen gedroschen worden. Es wird von regionalen überschwemmungsbedingten Ernteverlusten um Buenos Aires in unbekannter Größe gesprochen. In Rosario, dem Hauptumschlagshafen, sollen unbegrenzte Hafenarbeiterstreiks die Ausfuhr behindern.

Es verstärkt sich der Eindruck, dass die großen Erntemengen aus Südamerika durch den Importbedarf Chinas und der USA sowie durch Transportverzögerungen in den nächsten Wochen und Monaten noch keine entscheidende Veränderung auf ein deutlich niedrigeres Preisniveau bewirken können.

Die Rapskurse in Paris orientieren sich jetzt vorrangig auf die Liefertermine Aug. bzw. November mit Kursen um die 370 € je t. Nach einer kurzen Anstiegsphase sind die Notierungen den Sojakursen wieder nach unten gefolgt. Der steigende Palmölpreis entwickelt bei einer großen Eigendynamik eine indirekt stützende Wirkung auf das Rapskursniveau. Jedenfalls haben die Palmölkurse wieder ein Level erreicht, dass den Wertrelationen der Pflanzenöle wieder annähernd entspricht. Die Kursverläufe im vorangegangenen Jahr standen unter dem starken Druck der riesigen Vorratsbestände in Malaysia und Indonesien.

Soja- und Rapskurse leicht nachgebend, Palmöl wieder etwas erholt
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ZMP Live Expertenmeinung

Für die vorderen Termine bleibt die Versorgung im Ölsaatenmarkt knapp. Gründe liegen im hohen chinesischen Bedarf, einer schwachen Anschlussversorgung in den USA und der knappen Verfügbarkeit an Sojaschrot weltweit. Südamerikanische Lieferungen stehen erst am Anfang.

Für die Spätsommer- und Herbsttermine wird mit einem großen Angebotsüberhang gerechnet, der die Kurse kräftig unter Druck setzt. Die hinteren Terminkurse liegen jetzt schon um 80 € je t unter den vorderen Liefermonaten.

Palmölkurse bewegen sich wieder im Normalbereich, nachdem die reichlichen Überschüsse des vergangenen Jahres zu einem erheblichen Teil abgebaut worden sind. Das wirkt sich niveaustützend auf die ölwertbetonten Rapspreise aus.

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