18.
07.13
Nachgebende Kurse für pflanzliche Öle, Ölschrotpreise vorerst noch hoch, aber demnächst deutlich nachgebend.

Ölsaaten Cockpit, 18.07.2013

Bullish
  • niedrige Anfangsbestände bei den Ölschroten
  • knappe Verfügbarkeit sofortiger Ware in den nächsten Wochen
  • unsicherer Ernteausgang in den uSA
  • steigende Röhölkurse?
Bearish
  • reichliche und noch steigende Versorgung mit pflanzlichen Ölen
  • begrenzte Nachfrage aus dem Biosdieselsektor
  • hohe Angebotssteigerungen in den nächsten Monaten bis weit in 2014 hinein
  • zukünftig ausreichende Schrotversorgung

Perspektiven auf dem Ölsaatenmarkt

Der Ölsaatenmarkt befindet sich in der Übergangsphase einer bisher knappen Versorgungslage in eine bevorstehende  Zeitspanne 2013/14, die von einem hohen Angebotszuwachs geprägt sein soll. Die wesentlichen Antriebskräfte bestehen in der mehrgestalteten Steigerung des Sojabohnenangebots als Schwerpunkt:

a)     zunehmende Anlieferungen aus der südamerikanischen Rekordernte im Frühsommer 2013,

b)    eine erwartete Rekordernte in den USA mit geschätzten 93 Mio. t im Herbst 2013,

c)    einer weiteren Anbauausdehnung in den Südamerikanischen Staaten für die Frühjahrs-/Frühsommerernte 2014

d)    einer nur vorübergehenden Drosselung des Palmölangebots

Am Ende stehen Überhangsbestände, die um 25 % höher ausfallen als in den letzten Jahren und damit für Preisdruck sorgen.

Die weltweite Rapsernte soll auf die bisherige Höchstmarke von 65 Mio. t steigen. Höhere Ernten in Kanada, EU, Russland, Ukraine werden nur teilweise durch schwächere Ergebnisse in China, Indien und Australien gemindert. Dennoch bleibt die globale Rapsversorgung knapp, weil der Verbrauch mindestens in gleicher Höhe wie die Erzeugung steigt. Der Rapsmarkt macht jedoch nur 13 bis 15 % des gesamten Ölmarktes aus, während Soja einen Marktanteil von gut 60 % beansprucht.

Die Rapspreise werden kaum Spielraum nach oben entwickeln, weil über alle pflanzlichen Öle hinweg die Preise kräftig nachgegeben haben. Vorweg war es das überreichliche Palmölangebot, das die Ölpreise nach unten zog. Mittlerweile kommen die um 10% gefallenen Sojaölkurse hinterher, nicht zuletzt ausgelöst durch die Absatzschwierigkeiten in Argentinien. Einfuhrzölle der EU gegenüber argentinischem Biodiesel aus Sojaöl drängen die Sojaölverwendung in andere Kanäle. Die argentinische Sojaverarbeitung geht zurück. Das wiederum reduziert auch das Sojaschrotaufkommen aus dieser Region.

Daher bleibt Sojaschrot für die vorderen Termine an den leergefegten Verbrauchsstandorten bis zur neuen US-Ernte knapp verfügbar und teuer. Für die hinteren Termine in den  Herbst-/Wintermonaten ist ein drastischer Preisverfall von 20 %  in den Börsenkursen bereits eingepreist.

Nachgebende Kurse für pflanzliche Öle, Ölschrotpreise vorerst noch hoch, aber demnächst deutlich nachgebend.
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ZMP Live Expertenmeinung

Der absehbare Ölsaatenmarkt bleibt aufgrund hoher Angebotssteigerung bei den Ölsaaten und und  den pflanzlichen Ölen weiterhin unter Preisdruck. Die zurzeit noch hohen Schrotkurse werden in den nächsten Wochen mit zunehmender Verfügbarkeit an zusätzlicher Ware deutlich abnehmen. Die Versorgungsengpässe werden geringer. 

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