18.
10.13
Raps zwischen Hoffen und Bangen - Sojaschrot mit günstigen Einkaufsperspektiven

Ölsaaten Cockpit, 18.10.2013

Bullish
  • Noch nicht überstandene Anbau- und Ernterisiken
  • starke Nachfrage nach Soja aus China
  • schwache Dollarkurse
  • niedrige Anfangs-/Vorratsbestände
Bearish
  • insgesamt hohe Ölsaatenversorgung für 2013/14 erwartet
  • weiterhin hohe Palmölerzeugung
  • hohe Erwartungen an überdurchschnittliche Sojaernten in Nord- und Südamerika
  • schwach steigende Viehbestände

Begrenzte Hoffnung auf größere Rapspreissteigerungen – weiterhin hohe Erwartungen an kommende große Sojaernten

Rapspreise haben im bisherigen Verlauf des Monats Okt. 2013 einen Kursanstieg von rd. 1 € je dt erreicht. Das ist umso beachtlicher, als das konkurrierende Umfeld mit Sojabohnen und Palmöl eher zu fallenden bis schwachen Preisen neigt. Der Notierungsanstieg ist der weltweit schwachen Versorgungslage mit Raps geschuldet. Das Defizit in der EU muss durch Importe ausgeglichen werden. Erzeugerpreise haben davon nur begrenzt profitieren können. Die Ölmühlen bedienen sich aus laufenden Vorkontrakten und gelten bis ins Frühjahr hinein als gut versorgt.

Für die nähere Zukunft werden aber die Soja- und Palmölkurse die Vorgaben liefern. Trotz fehlender amtlicher Zahlen aus dem USDA geht man davon aus, dass die US-Sojaernte aufgrund höherer Druschergebnisse höher als erwartet ausfällt als noch im Sept-Bericht des USDA geschätzt wurde.

Eine preisdrückend hohe Ernte könnte durch die noch unbekannt hohen Mengen an Sojaimporten Chinas teilweise wieder ausgeglichen werden, so dass der Preiseffekt überschaubar bleibt.

In der weiteren Perspektive sind die Anbauabsichten Südamerikas an Sojabohnen nicht zu übersehen. Die Preisrelationen sprechen eindeutig für den Soja- statt Maisanbau. Die Aussaatbedingungen in Brasilien und Argentinien haben sich deutlich verbessert und versprechen für die nächsten 2 Wochen optimal zu bleiben. Bei durchschnittlichen Ertragserwartungen könnte im Frühjahr 2014 eine Rekordernte an Sojabohnen ins Haus stehen.

Sollten die Soja-Maispreisrelationen bis ins Frühjahr 2014 anhalten, werden auch amerikanischen Farmer vermehrt Soja anbauen. Ein zusätzlicher Schubfaktor in den USA besteht darin, dass Verstöße gegen die Fruchtfolgeregeln in der jüngeren Vergangenheit einen Nachholbedarf an Sojaanbau nahelegen, um die positive Fruchtfolgewirkung der Leguminose Soja in den Betrieben zu nutzen.

Keine erfreulichen Aussichten für die Rapslagerung, durchaus erfreuliche für den Sojaschroteinkauf.

P.S.: Palmölpreise haben etwas angezogen, nachdem Indien einen beachtlichen Vorratsbedarf aufgekauft hat.

Raps zwischen Hoffen und Bangen - Sojaschrot mit günstigen Einkaufsperspektiven
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ZMP Live Expertenmeinung

Nach dem starken Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr pendeln die Ölsaatenkurse in einer relativ engen Bandbreite. Größere Ausbrüche nach oben wie unten werden durch die fundamental günstige Versorgungseinschätzung des Jahres 2013/14 verhindert. An dieser Perspektive haben auch die jüngeren Entwicklungen grundsätzlich nichts geändert, auch wenn nach der US-shut-down-Phase einige neue Zahlen aufgefrischt werden müssen und möglicherweise zum Überdenken der bisherigen Positionierung führen können.  

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