25.
10.13
Nachgebende Kurse bei Soja und Raps

Ölsaaten Cockpit, 25.10.2013

Bullish
  • US-Sojaernte enthält noch Risiken
  • Nachfrage nach Soja ist stark
  • weltweit knappe Rapsversorgung
  • Sonnenblumenernten in Südosteuropa fallen niederschlagsbedingt schlechter aus.
  • schwacher Dollarkurs verbessert die US-Position
Bearish
  • verbesserte Aussichten auf eine gut durchschnittliche US-Sojaernte
  • die hohen Erwartungen an den südamerikanischen Sojaanbau verstärken sich
  • die niedrigen Kurse der späteren Liefertermine sprechen eine deutliche Sprache
  • eine starker Eurokurs begünstigt den preiswerten Importeinkauf

Sojabohnenkurse unter Erntedruck – Pariser Rapskurse werden mitgezogen

Mit Stand vom 21. Okt.-13 waren 63 % der US-Sojabohnen gedroschen. Damit liegt die Ernte nur noch wenige hinter dem Durchschnitt früherer Jahre zurück.

Die Bestände werden zu knapp 60 % mit gut bis ausgezeichnet beurteilt, nur 14 % fielen in die Kategorie von dürftig bis eher dürftig.  Entsprechend überwiegen mittlerweile die positiven Ertragsmeldungen. Aufgrund des 3-wöchigen Ausfalls der US-Berichterstattung werden abgesicherte Ergebnisse voraussichtlich erst mit dem Nov-13-Bericht des USDA zu erwarten sein.

Die optimistische Grundstimmung zum Ausgang der Sojaernte sowie ein drängendes Angebot aus der laufenden Ernte setzt die Bohnenpreise unter Druck. Die schwache Aufwärtstendenz der letzten Woche ist so gut wie verflogen. Lediglich im Sojaschrotbereich sorgt die starke Nachfrage für leichte Aufwärtsbewegungen, allerdings auch nur für die vorderen Termine.

Im weiteren Jahresverlauf werden weiterhin unter der Erwartung einer starken südamerikanischen Sojaernte fallende Kurse von Monat zu Monat notiert. Sojaschroteinkäufe sind vorerst nur für den vorderen Termin sinnvoll, spätere Liefertermine versprechen günstiger zu werden. Ein straker Eurokurs verstärkt diese Entwicklung.

Als Marktführer im Ölsaatenbereich liefern die Sojakurse die Vorgaben für den Rapspreis. An der Pariser Börse haben die Rapsnotierungen nach einem kurzen Aufschwung wieder nachgegeben.  Die Marke von 38 € je dt wurde wieder unterschritten. Der Febr.-14-Termin notiert bereits bei 37,50 €/dt und der Mai-Termin ist noch ein bisschen schwächer.

Die etwas höher notierten Palmölpreise können das Rapspreisniveau ebenfalls nicht nennenswert aufrecht erhalten.

Angesichts der Perspektiven auf dem Ölsaatenmarkt besteht wenig Hoffnung auf Preissteigerungen für Raps ins Frühjahr 2014 hinein, die eine gewinnbringende Lagerung rechtfertigen.

Nachgebende Kurse bei Soja und Raps
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ZMP Live Expertenmeinung

Die nach der Erholungsphase  im Sommer 2013 immer wieder mal ansetzenden Aufschwünge der Soja- und Rapspreise werden regelmäßig wieder zurückgeholt. Die global günstige Versorgungslage 2013/14 auf dem Ölsaatenmarkt läßt große Sprünge nach oben auf Dauer nicht zu. Die weiteren Aussichten sind vielversprechend im Hinblick auf große Erntemengen. Entsprechend schwach sind die Erwartungen an nachhaltig steigende Kurse. Für hiesige Sojaschroteinkäufer hilft der Eurokurs mit seiner gewachsenen Kaufkraft.

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