29.
11.13
IGC-schätzt Sojamarkt höher ein – erste Reaktion der Sojakurse

Ölsaaten Cockpit, 29.11.2013

Bullish
  • Starke Nachfrage nach Sojabohnen und Sojaschrot
  • Soja-Importe Chinas auf Rekordniveau
  • Physische Verfügbarkeit eher knapp
  • noch beachtliche Risikoprämien bis zu den neuen Ernten
Bearish
  • Auf längere Sicht überdurchschnittlich hohes Angebot
  • steigende Überhangbestände
  • Günstige Angebotsperspektiven bis weit in 2014 hinein

IGC-Schätzung zum Sojamarkt vom 28. Nov.2013 – Sojakurse geben nach - Korrektur oder grundlegende Trendwende?

In der jüngsten Nov.-13-Schätzung des IGC wurde die globale Sojabohnenernte nochmal aufgestockt und erreicht mit 285 Mio. t einen Rekordwert.  Gegenüber dem Vorjahr steigt die Erzeugung um rd. 14 Mio. t bzw. um über 5 %. Hohe Zunahmen wurden wider Erwarten in den USA mit rd. 88 Mio. t festgestellt, zumal die August-13- Trockenheit erhebliche Bedenken  um das Ernteergebnis ausgelöst hatte.

Die kommenden südamerikanischen Ernten in Argentinien werden auf 55 Mio.  t (Vorjahr 49,5 Mio. t) und Brasilien mit 88 Mio. t (Vorjahr 81,5 Mio. t) sehr hoch veranschlagt. Die Aussaaten im Hauptfruchtanbau sind zu rd. 80 % gelaufen. Die Witterung spielt bis auf gewisse Ausnahmen in Argentinien gut mit. Die Beurteilung der Saatenstände liegen über dem Durchschnitt. Es besteht die Erwartung, dass im Zweitanbau noch weiter Sojaflächen zu Lasten der Maisflächen dazu kommen werden.

Auf der Verbrauchsseite schätzt der IGC einen mindestens  gleichhohen Zuwachs wie  bei der Erzeugung. Dabei wird auf den hohen Nachholbedarf aus dem Schrotsektor hingewiesen. Entscheidend sind aber die Einfuhren Chinas, die vom IGC auf 68 Mio. t eingestuft werden. Das USDA liegt bei 69 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahr steigen die Importe Chinas um 9 bzw. 10 Mio. t.

Die Sojakurse zeigen sich bislang von dem hohen kommenden Angebot noch wenig beeindruckt. Lediglich beim Sojaöl notieren die Kurse auf Niedrigniveau. Hintergrund für die hohen Börsenkurse sind die festen Kassakurse, die durch Verkaufszurückhaltung und die starke Exportnachfrage begründet sind. Wie lange das hohe Preisniveau auch der hinteren Termine angesichts der demnächst bevorstehenden Ernten durchgehalten werden, ist vorerst weiterhin offen. Noch werden beachtliche Risikoprämien in den Kursen enthalten sein, die mit fortschreitender Entwicklung abgebaut werden.

Die jüngste Entwicklung weist jedoch bereits auf nachgebende Sojakurse hin. Wie stark die Entwicklung ausfällt, ist noch offen.

IGC-schätzt Sojamarkt höher ein – erste Reaktion der Sojakurse
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ZMP Live Expertenmeinung

Die aktuell hohen Sojabohnen- und Sojaschrotkurse spiegeln die derzeit knappe Verfügbarkeit der beiden Produkte wider. Sojaöl notiert aufgrund der guten Versorgungslage im Ölsektor deutlich schwächer. Die Lage am Kassamarkt kann sich mit den neuen südamerikanischen Ernten grundlegend ändern. Aber bis dahin halten Risikoprämien die Kurse auf vergleichsweise hohem Niveau. Erste Zeichen einer nachgebenden Entwicklung sollten kritsich beurteilt werden.

Preistreibend sind die enormen Steigerungen der chinesischen Einfuhren. Neben der Deckung für den laufenden Verbrauch spielt auch die politische Absicht eines chinesischen Vorratsaufbaus eine mitentscheidende Rolle. Im Schrotmarkt besteht Nachholbedarf im Aufbau einer mittelfristig abgesicherten ausreichenden Versorgung. 

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