30.
08.13
Ölsaatenpreise auf höherem Niveau - niederschlagsarmes Wetter drückt auf die US-Sojaernte

Ölsaaten Cockpit, 30.08.2013

Bullish
  • niedrige Anfangsbestände
  • keine Rechtfertigung mehr für eine US-Rekordernte
  • weiterhin noch anhaltende Ernterisiken durch Trockenheit und Frühfrost
  • anhaltend starke Nachfrage nach Bohnen und Schrot
Bearish
  • globale Ölsaatenversorgung weiterhin über dem Durchschnitt
  • trotz durchschnittlicher US-Sojaernte bestehen Ausgleichserwartungen in Südamerika
  • das Sojabohnen-Mais-Preisverhältnis von 2,8 zu 1 spricht für die zukünftige Erweiterung der Sojaflächen

Ölsaatenpreise liegen wieder höher – Notierungen für Sojaschrot sind beachtlich gestiegen - aber Preisberuhigung schon wieder eingetreten

Die vorausgesagte günstige Versorgungslage auf dem Ölsaatenmarkt hat erheblich an preissenkender Wirkung verloren. Nach einer wochenlangen Phase einer bemerkenswerten Talfahrt  ziehen die Kure auf breiter Front wieder an – allen voran Soja.

Hintergrund dieser Aufwärtsbewegung sind die erheblichen Befürchtungen um eine schwächer als bisher geschätzte  US-Sojaernte. Insbesondere die jüngste Wettervorhersage einer mindestens 14-tägigen niederschlagsarmen Zeitspanne  bei Temperaturen um die 30 Grad bis Mitte September könnte in der Bohnenfüllungsphase erhebliche Ernteschäden verursachen. Aktuelle Schätzungen gehen nur noch von einem Ernteergebnis von rd. 85 Mio. t (Vorjahr 84 Mio. t) aus.  Die ursprünglichen Schätzungen  lagen beachtlich oberhalb von 90 Mio. t.

Angesichts eines sehr niedrigen Anfangsbestandes  besteht in den USA wenig Potenzial, eine größere Ernteeinbuße abzufedern. Zeitgleich werden große Exportgeschäfte u.a. mit China abgeschlossen, die die Inlandsverfügbarkeit der Ware zunehmend mindert.

Von einigen Börsenteilnehmern  wird jedoch die Einschätzung geäußert, dass der derzeitige Preisanstieg zu hoch ausgefallen sei und demnächst wieder eine Korrektur erfahren werde. Die Begründung wird mit den hohen Überhangbeständen aus alter Ernte in Südamerika - speziell Argentinien - geliefert. Darüberhinaus wird auf die hohen Erwartungen an die neue südamerikanische Ernte im Frühjahr 2014 hingewiesen, die durch die aktuell höheren Soja- als Maiskurse zusätzlichen Auftrieb erhalten.  Der Sojaanbau in Argentinien und Brasilien beginnt ab Mitte des Monats September.

Die jüngsten Börsennotierungen deuten wieder auf geringfügige  Abwärtsbewegungen hin. Als Begründung wird der Durchzug einer kleinen Regenfront durch einige US-Anbaugebiete genannt.

In Paris und Winnipeg gaben die Rapskurse wieder etwas nach. Daran ändert auch die in Deutschland von 6 auf 5,8 Mio. t aktuell abgestufte Rapsernte nichts. 

(weitere Informationen siehe ZMP-ANALYSEN: Kurssprung bei Soja)

Ölsaatenpreise auf höherem Niveau - niederschlagsarmes Wetter drückt auf die US-Sojaernte
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ZMP Live Expertenmeinung

Die wieder anziehenden Ölsaaatenpreise sind im wesentlichen eine Folge einer witterungsbedingt niedriger eingeschätzten US-Sojaernte. Die ursprüngliche Erwartung einer US-Rekordernte von weit über 90 Mio. t wird jetzt auf Durchschnittsniveau herunterkorrigiert. Die zukünftige globale  Versorgungslage wird weiterhin als nicht besorgniserregend angesehen. Ein Preisniveau wie im zurückliegenden Jahr wird nicht erwartet. Eine Preisberuhigung ist bereits wieder eingetreten.

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