31.
10.13
Palmölpreise geben Rapspreisen Aufwind - Vorübergehend?

Ölsaaten Cockpit, 31.10.2013

Bullish
  • Beeinträchtigte Palmölernte
  • Abbau der Palmölbestände in Malaysia
  • Flotter Palmölexport
  • EU-Importbeschränkungen für Biodiesel
Bearish
  • weiterhin gute Gesamtversorgung im Ölsaatensektor, wenn auch nicht mehr überreichlich
  • hohe Erwartungen an die Sojaernten in Nord- und Südamerika
  • Niedriger Dollarkurs - hoher Eurokurs

Steigende Palmölpreise bringen Bewegung in den Ölsaatenmarkt.

Die in der vergangenen Woche gefallenen Rapspreise erfahren jetzt wieder Auftrieb. Den Ursprung findet man in den seit knapp einem Monat in mehreren Etappen gestiegenen Palmölkursen. Die zunehmenden Palmpreise in Malaysia haben drei Hintergründe. Die Produktion ist in der Haupternte nicht so groß ausgefallen wie ursprünglich erwartet. Tropenstürme haben die Ernte teilweise geschädigt und den Erntefortgang unterbrochen. Der Export an Palmöl ist überdurchschnittlich gestiegen. Dahinter steht nicht zuletzt die EU mit ihren Biodiesel-Importzöllen mit Stoßrichtung Argentinien, die aber bewirkt haben, dass anstelle von Biosprit vermehrt zollfreies Palmöl zur Weiterverarbeitung eingeführt wird.

Dennoch wird sich die rasante Steigerung im Palmölsektor nicht in voller Höhe auf die Rapspreise niederschlagen, denn da ist noch der Sojasektor mit den Aussichten auf große Ernten in Nord- und Südamerika. Allerdings haben sich die Sojaölpreise in jüngerer Zeit von ihrer Talfahrt erholt. Auch die Bohnen notieren geringfügig  besser, bleiben jedoch auf einem Seitwärtsbewegungsniveau.  Wenig Eindruck hinterließ jedoch die Palmölhausse vorerst beim Sojaschrot, das sich seit einem Monat zwischen 400 und 420 $ je sht (327 bis 343 € je t) an der CME bewegt.

Die hinteren Termine bis ins Frühjahr 2013 zeigen leichte Kurszunahmen, aber keine Umkehrentwicklung der von Monat zu Monat fallenden Grundentwicklung.

Die bisher gestiegenen Palmölnotierungen haben bislang kaum zu einer nennenswerten Aufwärtsentwicklung beigetragen, da sie von einem ungewöhnlich  niedrigen Niveau gestartet sind und Nachholbedarf hatten. Jetzt ist ein mind. durchschnittliches  Niveau erreicht, so daß weitere Steigerungen durchaus Beachtung im Markt finden können. Entscheidend wird die Entwicklung der  Endbestände sein. Sollte sich – wie vermutet - ein gleichbleibender Vorratsbestand entwickeln, bleibt es beim derzeitigen Preisniveau. Damit schwindet der Einfluss von dieser Seite und die Gewichtung für die Preisfindung im Ölsaatensektor verlagert sich wieder auf den Sojakomplex in den kommenden Monaten. 

Palmölpreise geben Rapspreisen Aufwind - Vorübergehend?
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ZMP Live Expertenmeinung

Die gestiegenen Palmölkurse haben den trendmäßigen Rückgang der Ölsatenpreise gebremst, aber nicht  grundsätzlich beeinträchtigen können. Die aktuell notierten Palmkurse liegen  wieder auf Durchschnittsniveau. Bei weiter steigenden Entwicklungen werden auch Auswirkungen auf die übrigen Ölsaatenpreise zu erwarten sein. Allerdings geht man davon aus, die in etwa gleichbleibende Endbestände an Palmöl größere Kurssteigerungen nicht zulassen. Trifft das zu, wird der Sojamarkt die Preisführerschaft wieder in die Hand nehmen. Damit dürfte  nach den Börsenkursen der hinteren Termine mit schwachen bis nachgebenden Notierungen zu rechnen  sein.

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