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Ölsaaten erneut mit Preisauftrieb

Ölsaaten News, 07.05.2024

Bullish
  • reduzierte Ertragserwartungen bei Raps und Soja
  • Unterstützung durch Palmöl und Rohöl
Bearish
  • Preisspielraum ist aufgrund üblicher Preisrelationen begrenzt

Nach einer nur  kurzen Verschnaufpause legen die Ölsaatenkurse bei Raps und Soja wieder zu. Widrige Wetterverhältnisse in der Blühphase des Rapses und regionale trockene Aussaatbedingen bei Soja in den USA lassen die hohen Ernteerwartungen schrumpfen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen beeinträchtigen in der Ukraine das Ernteergebnis bei den Ölsaaten und verunsichern zusätzlich den Transport.  Auch vom Palmöl- und Rohölmarkt kommen preisstützende Einflüsse. In Anbetracht des bereits hohen Kurniveaus wird der Preisspielraum nach oben begrenzt sein.  Das Übliche Preisverhältnis von Weizen zu Raps mit 1 zu 2 ist bereits überschritten. 

Ölsaaten erneut mit Preisauftrieb

Ölsaaten-Aktualisieren,

Update Ölsaaten vom Dienstag, 7.5.2024

Die Ölsaatenmärkte zeigen sich zum Wochenauftakt mit deutlich grünen Vorzeichen. Raps legte um meistgehandelten August-Termin gestern um 11,25 Euro auf 481 Euro/t zu.  An der ICE in Winnipeg konnte Canola ebenfalls mit deutlichen Zuwächsen schließen und wie Raps seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Mit einem Schlusskurs von 660,90 Can-Dollar wurde gestern sogar ein neues Vier-Monatshoch markiert. Heute wird die Statistikbehörde Kanadas neue Zahlen zu den Lagerbeständen zum Quartalsende berichten. Analysten rechnen im Vorfeld mit Beständen von rund 8 Mio. Tonnen, was einem Plus von mindestens 1 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr entsprechend würde. In erster Linie profitierten Raps und Canola aber von den deutlichen Kurszuwächsen im Sojakomplex. Sojaschrot legte um 15,40 US-Dollar zu, Sojabohnen konnten mit 33,75 US-Cents im Juli-Termin aus der Handelssitzung gehen und die 12-Dolalr-Marke damit deutlich hinter sich lassen. Heute geben Sojabohnen wieder etwas nach und tendieren zum Mittag rund 0,44% schwächer im Vergleich zum Schlusskurs gestern. Für den Rückenwind sorgten wie beim Getreide vor allem Wettermeldungen. Die Anbaubedingungen in den USA sind weiterhin ungünstig. Den aktuellen Fortschritt der Aussaat gibt das USDA mit 25 Prozent an. Damit kommen die Feldarbeiten etwas schneller voran als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, liegen aber rund 5 Prozentpunkte hinter dem Wert von 2023 zurück. In Brasilien ist die Werte zwar weit vorangeschritten, große Überschwemmungen im Bundesstaat Ria Grande do Sul haben aber Bestände in Mitleidenschaft gezogen. Für die gestrigen Rally werden zusätzlich verstärkt der Anbau der Short-Positionen durch institutionelle Investoren angeführt. Enttäuschend wirkten hingegen gestern die schwachen Exportinspektionen, die das USDA veröffentlicht. In der Woche zum 2. Mai wurden 276.000 Tonnen exportiert. Die Gesamtsumme der Exporte liegt in der aktuellen Saison damit bei 39,12 Mio. Tonnen, das sind fast 8 Mio. Tonnen weniger als 2023 zu diesem Zeitpunkt.

An den hiesigen Kassamärkten zeigen sich zu Beginn dieser Woche festere Preisforderungen für Raps- und Sojaschrot. Auch Rapssaat wird fester notiert. 

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Der Ölsaatenmarkt wird durch die Entwicklung im Getreidesektor mitgezogen. Dazu kommen unterstützende Faktoren durch wetterbedingte Beeinträchtigungen der kommenden Raps- und Sojaernten.

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