Die Sojabohnen-Futures haben am Mittwoch spürbar angezogen, wobei vor allem die neue Ernte den Ton angab. Der November-Kontrakt gewann 10,25 US-Cent und schloss bei 1141,50 US-Cent/bushel, während der Mai-Termin um 4,75 US-Cent auf 1161,75 US-Cent/bushel zulegte. Händler verweisen auf ein steigendes Soja-Mais-Verhältnis, das sich in Richtung 2,33 bewegt und die Attraktivität der Bohne im Anbau erhöht. Sojaschrot schloss den Mai auch mit einem Plus und endete bei 321,70 US-Cent/bushel, ein plus von 10,00 US-Cent.
Stützend wirkte zudem der Sojaschrotmarkt mit Aufschlägen von 4,00 bis 10,00 US-Dollar, während Sojaöl im späten Handel unter Druck geriet und bis zu 44 Punkte verlor. Eine gemeldete Exportbuchung über 120.000 t Sojaschrot für 2026/27 an unbekannte Käufer liefert zusätzliche bullische Impulse. Mit Blick auf den anstehenden USDA-Bericht erwarten Marktteilnehmer solide alte Ernteverkäufe zwischen 350.000 und 800.000 t.
Auch die Flächenschätzungen sorgen für Gesprächsstoff. Laut einer Umfrage sollen die US-Sojaflächen auf 85,66 Mio. Acres steigen, ein deutliches Plus zum Vorjahr, was mittelfristig eher bärisch wirkt.
International zeigt sich ein gemischtes Bild. Canola in Winnipeg geriet unter Druck, der Mai-Kontrakt fiel um 3,30 Can-$ auf 726,20 Can-$/t. Als Auslöser gelten Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally sowie schwache Vorgaben vom Sojaölmarkt. In Paris tendierte Raps uneinheitlich, der Mai gab leicht auf 502,50 €/t nach, während Folgetermine moderat zulegten.