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03.26
08:45

Exporthoffnung bröckelt, Ölsaaten unter Druck: Soja rutscht tief ins Minus

Die US-Sojabohnenmärkte gerieten zum Wochenstart massiv unter Druck. In Chicago fiel der Mai-Kontrakt um 70 US-Cent auf 1155,25 US-Cent/bushel. Auch der Juli verlor 70 US-Cent und notierte bei 1167,50 US-Cent/bushel. Die Notierungen weiteten ihre Verluste bis an das Tageslimit aus, während die Sojaprodukte ebenfalls deutlich nachgaben. So endete Schrot bei 312,20 US-Cent/bushel, was ein Minus von 10,50 US-Cent/bushel für den Mai 26 aufweist. 

Händler sehen mehrere Belastungsfaktoren. Politisch sorgten Signale aus Gesprächen zwischen den USA und China für Ernüchterung. Peking zeigte sich zwar offen für zusätzliche Agrarkäufe, stellte jedoch explizit andere Feldfrüchte in den Vordergrund. Damit wachsen Zweifel an zusätzlichen Sojabohnenexporten. Gleichzeitig schürten Unsicherheiten über ein mögliches Treffen zwischen den Präsidenten zusätzliche Nervosität.

Fundamental bleiben die Exportzahlen zwar solide. Die wöchentlichen Verschiffungen lagen deutlich über Vorjahr, dennoch hinken die kumulierten Ausfuhren weiterhin klar hinter dem Vorjahresniveau her. Die starke Verarbeitung stützt den Markt kaum. Rekordwerte beim NOPA-Crush und deutlich gestiegene Sojaölbestände wirken eher bärisch.

International richtet sich der Blick nach Südamerika. In Brasilien liegt die Ernte mit 61 Prozent spürbar hinter dem Vorjahrestempo zurück, was grundsätzlich stützen könnte, aktuell jedoch überlagert wird.

Am Ölsaatenmarkt zeigt sich ein gespaltenes Bild. Canola in Winnipeg konnte zulegen, während Raps in Paris deutlich nachgab. Hohe Versorgung aus der Rekordernte belastet hier die Preise, auch wenn steigende Crush-Margen stützend wirken.

Quelle
VR Agrar
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