Die Sojabohnen-Futures gaben zum Wochenschluss leicht nach. In Chicago verlor die Mai-Bohne 2,00 US-Cent und schloss bei 1225,25 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt büßte 2,50 US-Cent ein und notierte zuletzt bei 1237,50 US-Cent/bushel. Am Sojaölmarkt bewegten sich die Kurse nur wenig und tendierten weitgehend seitwärts. Sojaschrot gewann für den Mai leicht um 2,50 US-Cent und bleibt bei 322,70 US-Cent/bushel.
Aus Händlersicht bleibt vor allem die schleppende Exportdynamik ein belastender Faktor. Laut USDA summieren sich die US-Exportverpflichtungen für Sojabohnen bis zum 5. März auf 36,49 Mio. t. Damit liegen sie rund 19 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zugleich entspricht das erst 85 Prozent des USDA-Exportziels für 2025/26 und bleibt damit deutlich hinter dem üblichen Vermarktungstempo von 93 Prozent zurück. Auch bei den tatsächlichen Verschiffungen hinkt der Markt hinterher. Mit 27,15 Mio. t sind bislang lediglich 63 Prozent der erwarteten Exporte abgewickelt, während der Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt bei etwa 79 Prozent liegt.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den politischen Signalen. US-Finanzminister Bessent trifft sich am Wochenende in Paris mit chinesischen Vertretern, um Gespräche zwischen Präsident Trump und Präsident Xi vorzubereiten. Marktteilnehmer hoffen hier auf Impulse für den Handel zwischen beiden Ländern.
International bleibt Brasilien im Fokus. Die staatliche Agrarbehörde CONAB senkte ihre Schätzung für die laufende Sojabohnenernte leicht um 0,13 Mio. t auf 177,85 Mio. t. Die Anpassung fällt jedoch so gering aus, dass sie am Markt kaum bullische Wirkung entfalten konnte.
Bei den Konkurrenzölsaaten zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Canola-Futures in Winnipeg legten zu, der Mai-Kontrakt gewann 5,60 Can-$ auf 739,90 Can-$/t. Dagegen geriet Raps in Paris unter Druck. Der Mai verlor 3,75 € und schloss bei 511,25 €/t.