Die US-Sojabohnenfutures haben sich zur Wochenmitte spät nach oben gearbeitet. In Chicago gewann der Mai-Kontrakt 16,75 US-Cent und schloss bei 1171,75 US-Cent/bushel, während der Juli ebenfalls deutlich fester tendierte. Neue Ernte zeigte sich stabiler, blieb aber hinter den Frontterminen zurück. Sojaschrot verlor beim Mai 2,60 US-Cent und landete bei 319,80 US-Cent7bushel.
Aus Händlersicht lieferte vor allem die politische Nachrichtenlage bullische Impulse. Die Ankündigung eines Treffens zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Mitte Mai nährt Hoffnungen auf neue Exportdynamik. Gleichzeitig richtet sich der Fokus auf die in Kürze erwarteten US-Biodieselvorgaben, die zusätzliche Nachfrage nach Sojaöl entfachen könnten. Entsprechend fest präsentierte sich der Sojaölmarkt, während Sojaschrot unter Druck blieb.
Auch international verstärken sich die bullischen Signale im Pflanzenölsektor. In Winnipeg legten die Canola-Futures zu, der Mai-Kontrakt stieg um 3,30 Can-$ auf 727,20 Can-$/t. Parallel dazu unterstreicht ein Bericht des USDA die wachsende Bedeutung Kanadas als Importeur von Sojaöl. Mit erwarteten 800.000 t im Wirtschaftsjahr 2025/26 hat sich die Nachfrage binnen weniger Jahre massiv ausgeweitet, getrieben vor allem durch die Produktion von erneuerbarem Diesel.
In Europa hingegen zeigte sich der Rapsmarkt schwächer. An der Euronext gab der Mai-Kontrakt um 1,25 € auf 499,25 €/t nach und setzte damit einen leichten bärischen Kontrapunkt zur festeren Tendenz in Übersee.