Die US-Sojabohnen legten zum Dienstagsschluss spürbar zu. Der Mai-Kontrakt gewann 1,75 US-Cent und schloss bei 1157,00 US-Cent/bushel, während der November-Termin um 10,50 US-Cent anzog auf 1131,25 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt notierte ebenfalls fester. Unterstützt wurde der Markt von steigenden Sojaölkursen, während Sojaschrot im Frontbereich nachgab und für den Mai bei 311,70 US-Cent /bushel bleibt, ein Minus von 0,50 US-Cent.
Für Auftrieb sorgten politische Signale. Nach zwischenzeitlicher Unsicherheit kündigte die US-Regierung an, die Gespräche mit China neu anzusetzen. Ein Treffen wird nun für Mitte bis Ende April erwartet. Aus Händlersicht wirkt jede Annäherung mit dem wichtigsten Importeur klar bullisch.
Fundamental kam zusätzliche Unterstützung aus Brasilien. Die Exportprognose für März wurde auf 16,32 Mio. t gesenkt und liegt damit deutlich unter der vorherigen Schätzung. Gleichzeitig stehen Gespräche zwischen Brasilien und China über Qualitäts- und Kontrollfragen an, was kurzfristig für Unsicherheit im Handel sorgt.
Dagegen entwickelten sich die EU-Importe schwächer. Mit 8,74 Mio. t seit Juli liegt das Volumen unter dem Vorjahresniveau, was tendenziell belastet.
Am Ölsaatenkomplex setzte sich die freundliche Tendenz fort. In Winnipeg stieg Canola im Mai um 26,90 Can-$ auf 729,50 Can-$/t. Auch Raps in Paris zog an, der Mai-Kontrakt gewann 5,25 € auf 503,75 €/t. Diese Entwicklung wirkte zusätzlich stützend auf die Sojabohnenpreise.