In Chicago fiel die Sojabohne für den Juli um 10,75 US-Cent auf 1.179,50 US-Cent/bushel, während der November-Kontrakt um 10,50 US-Cent auf 1.156,00 US-Cent/bushel nachgab. Schrot verlor für den Juli um 4,90 US-$ auf 316,30 US-$/short ton.
Aus Händlersicht kam der Druck klar von der Produktseite. Neben Sojaschrot verlor auch Sojaöl deutlich. Diese Entwicklung signalisiert eine schwächere Nachfrage entlang der Verarbeitungskette und wirkt entsprechend bärisch auf die Bohnenpreise.
Vor den anstehenden Exportzahlen bleibt die Haltung vorsichtig. Für die alte Ernte erwarten Marktteilnehmer Verkäufe von 200.000 bis 600.000 t, während die neue Ernte kaum Impulse liefert. Auch bei Schrot und Öl werden lediglich moderate Umsätze erwartet, was das insgesamt verhaltene Nachfragebild unterstreicht.
International verstärkt Brasilien den Angebotsdruck. Die April-Exporte werden laut ANEC auf 16,4 Mio. t geschätzt und bleiben damit auf hohem Niveau, auch wenn sie leicht unter der Vorwoche liegen. Das große Exportvolumen hält den Weltmarkt gut versorgt.
An den Pflanzenölmärkten zeigt sich hingegen ein Gegenpol: Canola in Winnipeg setzte seine Aufwärtsbewegung fort und legte leicht um 0,10 Can-$ auf 721,10 Can-$/t zu. Auch Raps in Paris zog an und erreichte 501,75 €/t für den August, was 1,50 € höher liegt.