Zur Wochenmitte standen die Sojamärkte spürbar unter Druck. Die Futures an der CBoT verloren in den meisten Terminen zwischen 10 und 12 US-Cent. Der August schloss bei 1009,00 US-Cent/bushel, ein Minus von 12,25 US-Cent. Auch die Produktmärkte zeigten Schwäche: Sojaschrot gab bis zu 1,40 US-$/t short nach, während Sojaöl 45 bis 82 Punkte verlor.
Für die laufende Woche erwarten Händler Exportverkäufe von 300.000 bis 600.000 Tonnen bei alter Ernte, sowie bis zu 400.000 Tonnen bei neuer Ernte. Beim Sojaschrot werden Verkäufe von bis zu 950.000 Tonnen erwartet, bei Sojaöl lediglich bis zu 30.000 Tonnen. Vor dem anstehenden USDA-Bericht rechnen Analysten mit einem leichten Anstieg der Altbestände sowie einer leicht reduzierten Ernte durch geringere Anbauflächen. Die Endbestände für die neue Ernte 2025/26 werden auf 302 Mio. Bushel geschätzt, ein leichter Anstieg gegenüber Juni.
Wetterseitig rechnet der US-Wetterdienst mit flächendeckenden Niederschlägen im zentralen Corn Belt, während der Westen der Anbauregion mit geringeren Mengen rechnen muss. Gerade in dieser Zeit kommt der Regen den Sojapflanzen zugute, was die Ertragserwartung steigen lässt.
An der ICE in Winnipeg verlor Canola 23,10 Can-$ auf 681,00 Can-$/t. Angekündigte Niederschläge drücken die Erwartungen der Händler an eine knappe Ernte und die Unsicherheit in den Handelsstreitigkeiten mit den USA belasten die Kurse zusätzlich. Gerade jetzt scheint sich der Fokus der US-Regierung weg vom Nah-Ost-Konflikt zurück zu den für Trump typischen Zollankündigungen mit allen möglichen Ländern zu verschieben.
Auch Raps verzeichnete ein dickes Minus für den Monat August von 7,25 € auf 459,00 €/t an der Euronext.