Der Sojakomplex setzte zum Wochenstart seine Abwärtsbewegung fort. In Chicago lag die Sojabohne für März mit einem Minus von 4,00 US-Cent bei 1.060,25 US-Cent/bushel. Der Mai-Termin verlor 4,50 US-Cent und notierte bei 1.072,50 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt zeigte sich ebenfalls schwächer und gab rund 4,75 US-Cent nach. Sojaschrot entwickelte sich fester und schloss 0,90 US-$ höher bei 294,50 US-$/short ton für den März.
Aus Händlersicht prallten positive Nachfrageimpulse und wachsende Angebotserwartungen aufeinander. Die wöchentlichen USDA-Exportdaten meldeten Ausfuhren von 1,31 Mio t, leicht unter der Vorwoche, aber klar über dem Vorjahresniveau. China blieb mit Abstand größter Abnehmer. Dennoch liegen die kumulierten Exporte im laufenden Vermarktungsjahr weiterhin deutlich unter dem Vorjahr, auch wenn sich die Lücke zuletzt spürbar verkleinert hat.
Belastend blieb jedoch der Blick nach Südamerika. In Brasilien ist die Sojabohnenernte bereits zu rund 10 Prozent abgeschlossen. Deutlich höhere Ernteschätzungen von über 181 Mio t untermauern aus Marktsicht eine bärische Angebotslage.
Am internationalen Ölsaatenmarkt zeigte sich ein gemischtes Bild. In Winnipeg gab Canola für März um 3,00 Can-$ auf 645,00 Can-$/t nach, während Raps in Paris für Mai um 1,00 € auf 473,75 €/t zulegen konnte.