Die Sojabohnen-Futures gerieten zum Wochenstart klar unter Druck. In Chicago verlor der Mai-Kontrakt 13,50 US-Cent und schloss bei 1.162,25 US-Cent/bushel. Der Juli-Termin gab um 13,75 US-Cent nach auf 1.177,50 US-Cent/bushel. Schrot konnte hingegen um 0,10 US-$ für den Mai auf 331,90 US-$/short ton zulegen.
Belastend wirkt aus Händlersicht vor allem der zügige Fortschritt bei der US-Aussaat. Mit 6 Prozent liegt diese nicht nur deutlich über dem Vorjahr, sondern auch über dem Fünfjahresdurchschnitt. Zusätzlicher Druck kommt aus Südamerika. In Brasilien ist die Ernte laut AgRural bereits zu 87 Prozent abgeschlossen. Das hohe Angebot aus dem wichtigsten Exportland der Welt erhöht die Konkurrenz auf dem Weltmarkt und dämpft die Preisfantasie.
Die Exportseite liefert hingegen gemischte Signale. Zwar lagen die wöchentlichen Verschiffungen mit 814.562 t über Vorwoche und Vorjahr, doch im laufenden Vermarktungsjahr bleibt ein deutlicher Rückstand von gut 25 Prozent bestehen. Das begrenzt die Unterstützung für die Preise.
International zeigte sich dagegen Festigkeit. In Winnipeg stieg der Mai-Canola um 1,10 Can-$ auf 705,30 Can-$/t. Auch der Raps für den selben Monat in Paris legte um 2,75 € auf 502,50 €/t zu und setzte damit einen stabilisierenden Kontrapunkt im Ölsaatenkomplex.