Die Sojabohnen-Futures gerieten am Dienstag erneut unter Druck. In Chicago verlor der März-Kontrakt 10,25 US-Cent auf 1.038,75 US-Cent/bushel, der Mai sank um 9,75 US-Cent auf 1.052,00 US-Cent/bushel. Sojaschrot sank um 6,70 US-$ auf 291,60 US-$/short ton für den März. Die festen Sojaölpreise konnten daran wenig ändern.
Trotz gemeldeter US-Exporte von 168.000 t an China und 152.404 t an Mexiko blieben die Kurse unter Abgabedruck. Politisch dominierte ein neuer Störfaktor: Donald Trumps Drohung mit einem 25-prozentigen Strafzoll auf Länder mit Iran-Geschäften, was auch China betreffen würde, ließ die Marktteilnehmer vorsichtig bleiben. Parallel verkaufte Sinograin 1,1 Mio. t Sojabohnen aus chinesischen Staatsreserven. Brasiliens Exporte für Januar wurden vom Verband ANEC um 1,33 Mio. t auf 3,73 Mio. t nach oben geschraubt, was den globalen Angebotsdruck weiter erhöht.
Gegenläufig entwickelte sich der Canola-Markt in Winnipeg. Trotz der schwachen CBoT-Vorgaben sprang der März-Termin um 12,00 Can-$ auf 632,80 Can-$/t. Der anstehende Staatsbesuch von Kanadas Premierminister Mark Carnay in China nährte Spekulationen auf eine Entspannung im bilateralen Handelsstreit, auch wenn Analysten die Erwartungen dämpften. In Paris folgten die Rapssaaten dem Aufwärtstrend: Der Februar-Termin an der Euronext konnte ebenfalls um 5,25 € auf 473,50 €/t zulegen.