Die Sojabohnen-Futures haben am Donnerstag deutlich zugelegt. In Chicago kletterten die Sojabohnen im März um 13,25 US-Cent auf 1137,25 US-Cent/bushel. Auch der Mai-Termin gewann 12,75 US-Cent und erreichte 1152,25 US-Cent/bushel. Der Juli zeigte sich ebenfalls fester. Händler verweisen auf neue Hoffnung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, nachdem Berichte über eine mögliche Verlängerung des Waffenstillstands kursierten. Sojaschrot legte um 4,90 US-$ auf 307,90 US-$/short ton für den März zu.
Zusätzliche Unterstützung kam von der Exportseite. Das USDA meldete einen privaten Verkauf von 108.000 t Sojabohnen an Ägypten. Die wöchentlichen Exportverkäufe summierten sich zwar nur auf 281.798 t und markierten damit ein Vermarktungsjahrestief, lagen jedoch deutlich über dem Vorjahresniveau. China trat mit 286.100 t als größter Käufer auf.
International liefern die Ernteprognosen gemischte Impulse. In Brasilien hob die staatliche CONAB die Schätzung auf 177,98 Mio. t an, ein Plus von 1,86 Mio. t gegenüber der vorherigen Prognose. Das wirkt aus Marktsicht eher bärisch. In Argentinien bleibt die Ernteschätzung bei 48,5 Mio. t, allerdings fiel der Anteil guter bis ausgezeichneter Bestände auf 32 Prozent und damit um 8 Prozentpunkte. Diese Verschlechterung wird am Markt bullisch interpretiert.
Am Rapsmarkt zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Canola verlor in Winnipeg um 5,10 Can-$ auf 667,80 Can-$/t, während der Mai-Raps an der Euronext um 1,00 € leicht auf 488,00 €/t zulegen konnte.