Am US-Sojamarkt setzten sich am Dienstag zum Handelsschluss die Käufer durch. In Chicago gewann die Sojabohne mit 5,75 US-Cent für den März und schloss bei 1.155,75 US-Cent/bushel. Auch spätere Termine legten zu. Der Termin für Mai stieg um 6,50 US-Cent auf 1.170,50 US-Cent/bushel.
Unterstützung kam aus dem gesamten Ölkomplex. Sojaschrot zog moderat an und lag für den Mai um 1,80 US-$ höher bei 314,70 US-$/short ton, während Sojaöl in den vorderen Terminen ebenfalls fester tendierte. Diese breite Stärke innerhalb der Verarbeitungskette stabilisierte den Markt und sorgte insbesondere zum Ende der Sitzung für zusätzlichen Kaufdruck.
Im Fokus der Händler steht weiterhin die geopolitische Lage im Nahen Osten. Marktteilnehmer beobachten die Entwicklungen genau, da mögliche Auswirkungen auf Energiepreise und globale Handelsströme auch auf den Ölsaatensektor ausstrahlen. Gleichzeitig richten sich die Blicke auf die Mitte März geplanten Gespräche zwischen US und chinesischen Handelsvertretern, die ein Treffen der Präsidenten Ende März vorbereiten sollen. Für den Sojamarkt bleibt das Verhältnis zwischen beiden Ländern ein zentraler Faktor.
Auch andere Ölsaatenmärkte präsentierten sich freundlich. An der ICE in Winnipeg stieg Canola für Mai um 7,70 Can-$ auf 696,10 Can-$/t. In Europa legte Raps an der Euronext für Mai um 5,00 € auf 499,00 €/t zu. Die parallele Aufwärtsbewegung im internationalen Ölsaatenkomplex verlieh auch den Sojabohnen zusätzlichen Rückenwind. Mittlerweile haben die hohen Energiepreise auch den Verbraucher in der EU erreicht. Stark ansteigende Preise an den Zapfsäulen weitern sich nun auch entlang der Wertschöpfungskette aus. Ein schnelles Ende des Konfliktes in Nah-Ost ist bislang nicht in Sicht. Die USA sprechen von mehreren Wochen, doch haben bislang keine Strategie für die Regime-Nachfolge offengelegt. International gibt es Gespräche darüber, wie die Straße von Hormus wieder geöffnet und eine sichere Passage der Schiffer gewährleistet werden kann.