Die Sojabohnenfutures haben den Dienstag uneinheitlich beendet. Der Juli-Kontrakt verlor 2,75 US-Cent und schloss bei 1189,25 US-Cent/bushel, während der November-Termin um 1,25 US-Cent auf 1167,00 US-Cent/bushel zulegte. Schrot verlor für den Juli 0,40 US-$ auf 327,40 US-$/short ton.
Aus Händlersicht bleibt das Spannungsfeld klar: Rekordhohe Crush-Margen und steigende Pflanzenölpreise liefern bullische Impulse. Besonders Sojaöl zeigte deutliche Zugewinne und signalisiert eine anhaltend robuste Nachfrage, auch gestützt durch hohe Biokraftstoffanreize.
Gleichzeitig wirkt die US-Aussaat massiv bärisch. Mit 23 % liegt sie weit über dem Durchschnitt, auch der Feldaufgang ist deutlich schneller als üblich. Trockene Wetterbedingungen dürften die Arbeiten weiter beschleunigen und den Angebotsdruck erhöhen.
Unterstützung kommt vom internationalen Ölsaatenkomplex. In Winnipeg legte Canola für Juli um 6,10 Can-$ auf 747,90 Can-$/t zu. Auch Raps in Paris zog kräftig an, der August-Kontrakt gewann 4,00 € auf 513,00 €/t. Diese Entwicklung wirkt stabilisierend auf den gesamten Sojakomplex.
Zusätzlich wurde Brasiliens Exportprognose für April auf 15,87 Mio. t gesenkt, was das globale Angebot leicht verknappen könnte und dem Markt eine weitere Stütze bietet. Für Schlagzeilen auf dem internationalen Markt sorgte die Ankündigung der VAE aus der OPEC auszutreten. Zwar stiegen die Preise für Rohöl gestern an, jedoch ist es auf lange Sicht ein Schritt, der für mehr Wettbewerb und geringeren Preisabsprachen führt, was die Preise senken sollte.