Am US-Sojamarkt blieb die Kursentwicklung zu Wochenbeginn uneinheitlich. Während der Juli- und der August-Kontrakt leicht nachgaben, konnten neue Erntetermine leichte Gewinne verzeichnen. Sojaschrot bewegte sich ebenfalls wenig und lag für den August 20 US-Cent höher bei 275,80 USD/short ton.
Die Veröffentlichung mehrerer USDA-Berichte führte zu gemischten Marktreaktionen. Die Grain Stocks für den Stichtag 1. Juni wurden mit 1,007 Mrd. Bushel beziffert – 37 Mio. Bushel über dem Vorjahreswert und damit über den Markterwartungen. Zugleich lag die Anbaufläche laut Acreage Report mit 83,38 Mio. Acres knapp unter den Erwartungen und leicht unter den März-Prognosen. Die wöchentlichen Exportinspektionen beliefen sich auf 224.787 Tonnen, ein Zuwachs zur Vorwoche, jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert. Mexiko war Hauptabnehmer mit rund 113.000 Tonnen. Außerdem meldete das USDA eine Exportorder über 204.000 Tonnen Sojaschrot zur Lieferung 2025/26 an unbekannte Empfänger. Alles in allem ein sehr gemischtes Bild. Das gute Anbauwetter sorgte zuletzt für schwächere Kurse und auch der Verfall des Rohölpreises hängt den Ölsaaten noch nach. Ein deutlicherer Schwung war allerdings in Winnipeg zu sehen, wo Canola für den November 16,80 Can-$ zulegte. Maßgeblich für das heftige Auf und Ab der letzten Tage ist der Zollstreit zwischen den USA und Kanada. Aktuell sollen die Gespräche wieder aufgenommen werden. An der Euronext sah es für den Raps nicht so freundlich aus. Er verlor für den August um 6,50 € auf 467,50 €/t.