Die Sojabohnen-Futures legten zum Wochenstart deutlich zu. In Chicago gewann der Juli-Kontrakt 13,50 US-Cent und schloss bei 1.192,00 US-Cent/bushel, während der November-Termin um 10,00 US-Cent auf 1.165,75 US-Cent/bushel anzog. Schrot legte um 8,70 US-$ auf 327,80 US-$/short ton zu.
Aus Händlersicht kommt Unterstützung vor allem von der Verarbeitungsseite. Die Margen im Crush klettern über die Hochs von 2022, begleitet von festeren Notierungen bei Sojaschrot und Sojaöl. Das sorgt für eine klare bullische Grundstimmung im Markt. Auch die Exportzahlen liefern ein gemischtes Bild mit positiver Tendenz. Zwar lagen die wöchentlichen Verschiffungen unter der Vorwoche, übertrafen jedoch deutlich das Vorjahresniveau. Insgesamt hinkt das Exportvolumen im laufenden Vermarktungsjahr jedoch weiterhin hinterher, was den Preisanstieg etwas bremst.
Bärisch wirkt dagegen der zügige Fortschritt der Aussaat. Mit 23 Prozent liegt die bestellte Fläche klar über dem langjährigen Durchschnitt, auch der Feldaufgang verläuft ungewöhnlich schnell. Dies signalisiert eine potenziell komfortable Versorgungslage.
Am internationalen Ölsaatenmarkt zeigte sich ein gemischtes Bild. Während Canola in Winnipeg leicht nachgab und für den Juli mit 0,40 Can-$ tiefer bei 741,80 Can-$/t lag, zog Raps in Paris kräftig an. Der August gewann um 6,00 € auf 509,00 €/t. Der feste Rapsmarkt wirkt dabei stützend auf die globale Ölsaatenkomplexe und verstärkt die Aufwärtsbewegung bei Sojabohnen